Nach Riera kommt Hütter: Eintracht Frankfurt schließt Vertrag auf Mallorca

Nach Riera kommt Hütter: Eintracht Frankfurt schließt Vertrag auf Mallorca

"Es gab Angebote aus anderen Topligen, aber für mich stand fest, dass ich nach Frankfurt zurückkehren möchte", sagte der 56 Jahre alte Trainer am Montag: "Ich bin tief bewegt. Als ich am Sonntagabend ankam und vom Hotel aus die Skyline sah, dachte ich: 'Adi, hier gehörst du hin.' Ich spüre, dass dies mein Platz ist."

Hütter kehrt nach fünf Jahren zur Eintracht zurück. Der Coach unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2029 und tritt die Nachfolge des entlassenen Riera an. Hütter hatte die Hessen bereits von 2018 bis 2021 trainiert und damals unter anderem das Halbfinale in der Europa League und im DFB-Pokal erreicht.

Nach seiner ersten Amtszeit verließ Hütter die Hessen in Richtung Borussia Mönchengladbach, was in Frankfurt für Unmut sorgte. Für die Art und Weise seiner Abreise entschuldigte er sich am Montag erneut. Zuletzt war Hütter für die AS Monaco tätig, die er zweimal in die Champions League brachte. Seit seiner Entlassung im Oktober 2025 war er ohne Verein.

Hütter als Vaterfigur

Riera hatte die Eintracht Anfang Februar übernommen, nachdem der langjährige Trainer Dino Toppmöller entlassen worden war. Die vergangene Bundesliga-Saison beendete Frankfurt auf Rang acht und verpasste damit erstmals seit sechs Jahren die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb.

"Das Wichtigste ist, das Beste aus dem Kader herauszuholen", erklärte Hütter: "Unsere Identität muss Intensität sein. Wir wollen junge Spieler fördern, hart arbeiten und begeisternden Fußball bieten. Ich habe ehrgeizige Ziele. Das Ziel muss sein, um internationale Plätze mitzuspielen, aber wir müssen auch klug vorgehen."

Seinen Ruf als hatter Hund relativierte Hütter. "Ich bin nicht der Freund der Spieler, aber ich bin weit davon entfernt, ihr Feind zu sein. Ich möchte ein Ansprechpartner und eine Vaterfigur sein", so der Trainer: "Ich kann durchaus streng sein, aber es geht um Disziplin, wir müssen mehr leisten."