WM-Vorbereitung bereitet Vogts Sorgen: Fehlende Eingewöhnung als Problem
Wann genau eine solche Reise hätte stattfinden sollen, ließ Vogts offen. Im vergangenen Sommer bestritt die DFB-Elf das Finalturnier der Nations League, ab September folgte die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Der Europameistertrainer von 1996 fügte hinzu: "Ich denke, kein Team ist besser auf die WM eingestellt als wir."
"Es dreht sich nur noch ums Geld"
Der Weltmeister von 1974 sieht in einem intakten Teamgeist den entscheidenden Faktor für den Erfolg. "Fußball spielen kann jeder, der im deutschen Nationalteam steht. Aber es muss eine echte Einheit sein, allein wird niemand Weltmeister", so Vogts. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann sei es entscheidend, dass "im Team Ruhe herrscht. Die Spieler müssen sich verstehen, sportlich und auch in der Gruppe. Dafür ist der Trainer verantwortlich. Das ist eine große Herausforderung."
Zum Spiel: Deutschland gegen Curacao
Vogts schloss sich zudem den Kritikern des WM-Formats mit erstmals 48 Teams an und bemängelte einen angeblichen Mangel an Widerstand von DFB-Präsident Bernd Neuendorf. "Ich verstehe nicht, was die FIFA sich dabei denkt. Es geht doch nur ums Geld. Ich würde vom DFB-Präsidenten erwarten, dass er sich bei der FIFA für den Fußball einsetzt", erklärte Vogts.
Bereits angestoßene Diskussionen über eine weitere Vergrößerung der WM-Teilnehmerzahl verfolgt der 79-Jährige mit Entsetzen: "Das ist schrecklich. Die Leute, die das tun, lieben den Fußball nicht. Wir müssen aufpassen, dass der Fußball am Ende nicht mehr ernst genommen wird."