Schweinsteiger wehrt sich gegen Rassismus-Kritik: "Ich habe über Fußball gesprochen"
Rassismus? Von ihm?! Bastian Schweinsteiger versteht die Welt nicht mehr. "Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger", sagte der ARD-Experte zu der hitzigen WM-Kontroverse, bei der er ungewollt im Mittelpunkt steht. "Auf keinen Fall", betonte der Weltmeister von 2014 auf Anfrage, "wollte ich jemandem zu nahe treten."
Was war passiert? Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) hatte Schweinsteiger recht pauschal von einem "bisschen afrikanischen Fußball" gesprochen und eine Analyse des DFB-Gegners abgegeben, die arg nach überholten Stereotypen roch.
Faé klagt über Vorurteile
Besagter afrikanischer Fußball, sagte Schweinsteiger, sei "ein bisschen unorthodox". Ein bisschen "wild" und "vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt". Emerse Faé, Trainer der Ivorer, unterstellte ihm daher am Donnerstag Rassismus.
Schweinsteiger, hielt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky dem entgegen, habe lediglich "seine Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Spiele zusammengefasst. Es ging hier nicht um die Menschen, sondern um eine fußballerische Einordnung. Darin und auch in der Wortwahl kann ich keine Form von Rassismus entdecken." Balkausky äußerte den Wunsch nach einer Aussprache zwischen den Beteiligten.
Es könne "jeder denken, was er möchte", schloss Faé mit Blick auf Schweinsteigers Aussagen: "Alles, was ich tun kann, ist auf dem Platz zu zeigen, dass das afrikanische Spiel nicht nur physisch, sondern auch taktisch und technisch ist."
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