Schottland rechnet mit WM-Aus – Traumtor macht Haiti Mut
Schottland vs. Brasilien 0:3 (0:2)
Nach der Pleite gegen Brasilien hat Schottland die Vorrunde als Dritter der Gruppe C mit drei Punkten und einem Torverhältnis von -3 abgeschlossen.
Noch steht das Aus nicht endgültig fest, aber die Wahrscheinlichkeit als einer der besten acht Gruppendritten noch das Sechzehntelfinale zu erreichen, ist für die Bravehearts tatsächlich sehr gering. Für Mittelfeldspieler John McGinn ist ein Weiterkommen "unwahrscheinlich".
Damit muss sich die WM wohl auch von den schottischen Fans verabschieden, die legendäre "Tartan Army" hatte zuletzt Boston und Miami mit ihren Dudelsäcken und Kilts in eine blau-weiße Partyzone verwandelt und dabei jede Menge Sympathien gesammelt.
"Überall wo sie hingehen, verlieben sich die Leute in sie", hatte Kapitän Andrew Robertson über die Anhänger vor dem Brasilien-Spiel gesagt: "Wir haben die besten Fans der Welt." Doch jetzt ist die Party wohl vorbei.
Marokko vs. Haiti 2:4 (2:2)
Ein letztes Highlight erlebte Außenseiter Haiti. Der Kanonenschlag von Wilson Isidor mit 126 km/h verhalf Haiti gegen Marokko (2:4) nicht zum Sieg, wird aber einen Fixplatz in jedem WM-Rückblick finden.
Aus gut 25 Metern zog der Stürmer vom Premier-League-Klub AFC Sunderland mit dem Vollspann ab, der Ball schlug wunderschön im Winkel ein. Der Fußball-Zwerg lag in der 43. Minute gegen Marokko plötzlich wieder in Führung.
"Heute haben wir zwei Tore erzielt, und darauf sind wir wirklich stolz", sagte Isidor. Dass es die dritte Pleite in der dritten Partie setzte, sei jedoch "sehr frustrierend", bekannte der 25-Jährige. Schon bei seiner WM-Premiere 1974 war Haiti ohne Punkt in der Vorrunde gescheitert.
Dass es auch diesmal nichts mit dem Weiterkommen werden würde, hatte nach den Niederlagen gegen Schottland (0:1) und Brasilien (0:3) bereits vor dem Marokko-Spiel festgestanden.
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