Rot für Quansah: Englands Verband denkt über Protest nach
Englands Teammanager Thomas Tuchel hatte nach dem Spiel darauf beharrt, dass der Platzverweis für Quansah, der bei Bundesligist Bayer Leverkusen unter Vertrag steht, nicht gerechtfertigt gewesen sei. Wie im Fall von Balogun wurde auf dem Feld zunächst kein Foul gepfiffen, der Schiedsrichter, Alireza Faghani aus dem Iran, griff erst nach der Intervention durch den VAR zur Roten Karte. England spielte dadurch ab der 54. Minute in Unterzahl.
Zum Match-Center: Mexiko vs. England
"Wo hört das jetzt auf?"
Mit Blick auf einen möglichen Einspruch gegen die Rote Karte sagte Tuchel: "Wo hört das jetzt auf? Legen wir Einspruch ein, wenn eine Gelbe Karte keine Gelbe Karte ist? (...) Die Entscheidung ist gefallen. Wer hebt diese Entscheidung auf, und wann, und auf welcher Grundlage?" Auf die Frage, ob nicht Kapitän Harry Kane bei Donald Trump anrufen könne, um eine Aufhebung der Sperre zu erwirken, sagte Tuchel erkennbar belustigt: "Vielleicht. Das ist ein guter Anfang." Trump hatte sich nach dem Spiel als Fan von Kane zu erkennen gegeben und berichtet, er habe mit Englands Kapitän schon Golf gespielt.
Der französische Verband FFF hat unterdessen bereits eine Annullierung der Gelben Karte gegen Michael Olise beantragt. Der Münchner war am Samstag im WM-Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) in der Nachspielzeit vom usbekischen Schiedsrichter Ilgis Tantaschew (Usbekistan) nach einer Auseinandersetzung mit Matias Galarza in der Nachspielzeit verwarnt worden. Videoaufnahmen zeigen jedoch, dass sich Galarza theatralisch zu Boden warf, ohne von Olise berührt worden zu sein.