Quali-Abschluss: DFB-Frauen beschenken Wück mit Sieg - nun "Dinge ausprobieren"
Die Partie in Ljubljana war für die DFB-Auswahl ohne große Bedeutung mehr. Der zweimalige Weltmeister hatte sich bereits am vergangenen Freitag durch den Erfolg gegen Norwegen (2:0) das WM-Ticket für Brasilien 2027 gesichert. In der Folge änderte Wück seine Aufstellung deutlich. Im Vergleich zum Norwegen-Spiel tauschte der Trainer gleich acht Positionen, auch Torhüterin Ann-Katrin Berger wurde von Ena Mahmutovic abgelöst. Die zuletzt gesperrte Abwehrchefin Janina Minge kehrte in die Startelf zurück.
"Wir wollen die Sache mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen. Egal welche Mannschaft von uns aufläuft, wird es eine echte Prüfung werden", erklärte der Bundestrainer vor der Begegnung: "Es geht nicht mehr um die WM-Qualifikation. Dennoch wollen wir das Spiel gewinnen - das sollte unser Anspruch sein. Es gibt Spielerinnen im Hintergrund, die auf ihren Einsatz brennen."
Match-Center: Slowenien gegen Deutschland
Wücks Team tat sich anfangs schwer. Trotz dauerhaftem Ballbesitz ergaben sich keine Torchancen. Das Spielaufbau war von Fehlern geprägt. Mehr als einen harmlosen Schuss von Vivien Endemann gab es in den ersten 15 Minuten nicht zu sehen (13.). Kurz darauf hatten die Deutschen Glück, dass ein Treffer der Slowenin Maja Sternad wegen Abseits nicht anerkannt wurde (19.).
Wück will "Dinge ausprobieren"
In der Mitte der ersten Halbzeit litt das deutsche Spiel weiter unter den zahlreichen Fehlern und dem fehlenden Tempo. Nach einem groben Patzer von Mahmutovic hätte Prasnikar eigentlich die Führung für die Gastgeberinnen erzielen müssen (28.). Auch im weiteren Verlauf "bettelten" die Deutschen mehrmals um einen Gegentreffer. Die Führung durch das Eigentor von Parsnikar nach einer Ecke von Klara Bühl war äußerst glücklich.
Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Wück drei neue Spielerinnen. Die eingewechselte Larissa Mühlhaus sorgte mit einem Distanzschuss für Gefahr (49.). Kurz darauf nutzte Martinez einen Fehler der slowenischen Torhüterin Zala Mersnik und erzielte per Abstauber ihr erstes Länderspieltor. Danach häuften sich die Möglichkeiten der Deutschen.
Wück möchte nun die Vorbereitungen auf die Endrunde im kommenden Jahr (24. Juni bis 25. Juli) zügig vorantreiben. Seine Reise ins Land des Gastgebers steht kurz bevor. "Ich möchte so schnell wie möglich die Pläne rund um das Basecamp konkretisieren", äußerte Wück. Die nächsten Länderspiele stehen ab Oktober an. "Dort können wir Dinge ausprobieren", sagte Wück: "Davor werden wir viele Scouting-Touren unternehmen und die Vereine besuchen, um optimal vorbereitet zu sein."