Österreichs U19-Frauen brennen auf EM: "Können jeden Gegner fordern"
Für das österreichische U19 Frauen-Nationalteam beginnt am Donnerstag die Reise zur dritten Europameisterschaft nach 2016 und 2023. Nach intensiven Vorbereitungstagen am ÖFB-Campus blickt die Mannschaft voller Zuversicht auf das Turnier.
Teamchef Markus Hackl sieht die größten Stärken seiner Auswahl vor allem im mannschaftlichen Zusammenhalt. „Wir freuen uns alle sehr, wenn es dann am Donnerstag nach Sarajevo geht. Wir haben völlig unterschiedliche Charaktere im Team, aber was uns vor allem auszeichnet, ist der enorme Teamgeist. Laufbereitschaft, Wille und Einsatz sind das, was uns auf dem Platz ausmacht.“
In der Gruppenphase wartet auf die Österreicherinnen ein anspruchsvolles Programm. Zum Auftakt geht es am 28. Juni gegen Island, danach folgen Duelle mit der Schweiz und Titelverteidiger Spanien.
Für Hackl steht fest, dass seine Mannschaft ohne Respekt, aber mit viel Selbstvertrauen auftreten soll. „Spanien ist der große Favorit. Aber auch Island ist ein unangenehmer Gegner mit großen, athletischen Spielerinnen. Ich erwarte dort einen Fight, bei dem es hin und her gehen wird. Für mich wird entscheidend sein, dass wir mit der Einstellung in das Turnier gehen, dass alles möglich ist.“
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WM-Erfahrung soll helfen
Mit Valentina Illinger verfügt Österreich über eine Spielerin, die bereits internationale Turniererfahrung sammeln konnte. Die Salzburgerin war 2024 bei der U20-Weltmeisterschaft in Kolumbien mit dabei und weiß, was auf das Team zukommt.
„Die Vorfreude ist riesig, es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben im Team eine richtig gute Stimmung, jede einzelne kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht.“ Neben der sportlichen Qualität sieht Illinger vor allem die besondere Dynamik innerhalb der Mannschaft als Erfolgsfaktor.
„Wir haben viel Spaß, aber sobald wir auf dem Platz sind, geht es ernst zu. Dennoch glaube ich, dass uns eine gewisse Lockerheit auch hilft und uns auszeichnet, weil jede für jeden da ist.“
Eingespieltes Team will überraschen
Auch Valentina Pötzl blickt dem Turnier mit großer Zuversicht entgegen. Viele Spielerinnen kennen sich bereits seit Jahren aus den Nachwuchsteams und der ÖFB Frauen-Akademie, was sich nun auszahlen soll.
„Wir sind ein Team, das sich schon seit mehreren Jahren aus der ÖFB Frauen-Akademie kennt. Wir sind ein gutes Team, wissen, was wir können und brauchen uns bei der EM nicht zu verstecken.“
Die Mittelfeldspielerin macht deutlich, mit welcher Haltung Österreich nach Bosnien reist. „Wir können jeden Gegner herausfordern.“
Ihr Quartier wird die ÖFB-Auswahl in Sarajevo beziehen. Dort wird auch eines der drei Gruppenspiele ausgetragen. Gelingt Österreich ein Platz unter den ersten beiden Teams der Gruppe, wartet erstmals seit der Teilnahme 2023 der Sprung ins Halbfinale einer U19-Europameisterschaft.