Olwan verspricht vor Algerien-Kracher: Jordanien wird eine Schippe drauflegen

Olwan verspricht vor Algerien-Kracher: Jordanien wird eine Schippe drauflegen

WM-Debütant Jordanien – von den Fans liebevoll Al-Nashama ("die Edlen") genannt – war eigentlich für seine stabile Defensive bekannt. Beim Auftakt gegen Österreich überraschten sie jedoch mit einem mutigen, kompromisslosen Konterspiel. In einer dramatischen Partie auf Augenhöhe mussten sie sich den Europäern am Ende etwas unglücklich mit 1:3 geschlagen geben.

Im Stadion der San Francisco 49ers steht Jordanien nun bereits mit dem Rücken zur Wand. Ein Unentschieden gegen Algerien würde im letzten Gruppenspiel ein mittelschweres Wunder gegen Titelverteidiger Argentinien erfordern – eine Niederlage könnte schon das sichere Ende aller Träume bedeuten.

Ali Olwan, der das historische erste WM-Tor für sein Land erzielte, gibt sich dennoch kämpferisch. Er will auf der starken Offensivleistung aufbauen, fordert aber gleichzeitig mehr Stabilität in der Abwehr: "Der Kluge lernt aus seinen Fehlern und wiederholt sie nicht. Ich verspreche euch, dass wir im nächsten Spiel – so Gott will – unser Bestes geben und noch besser sein werden."

Algerien unter Zugzwang

Auch Algerien steht nach der 0:3-Pleite gegen Argentinien gewaltig unter Druck. Das Spiel mutierte zu einer absoluten Lionel-Messi-Show, in der der Superstar mit einem Hattrick den ewigen WM-Torrekord einstellte. Die Algerier haderten zudem heftig mit den Unparteiischen und legten nach der Partie sogar offiziell Beschwerde bei der FIFA ein.

Für beide Teams geht es um alles: Argentinien kann den Gruppensieg am Montag perfekt machen, sofern Jordanien nicht gegen Algerien gewinnt. Österreich winkt ebenfalls der vorzeitige Gruppensieg, sollten sie Argentinien schlagen und Jordanien Schützenhilfe leisten.

Die "Wüstenfüchse" aus Algerien, die erstmals seit 2014 wieder auf der ganz großen Fußballbühne stehen, wollen die historische Chance der erweiterten WM nutzen. Das Ziel ist das Achtelfinale – und insgeheim träumt man von einer ähnlichen Sensation wie dem Sieg gegen Westdeutschland bei der WM 1982.

Da sie das schwere Spiel gegen den Weltmeister bereits hinter sich haben, wollen die Algerier nun voll angreifen. Sie wissen jedoch: Verlieren sie gegen Jordanien und holt Österreich gleichzeitig mindestens einen Punkt gegen Argentinien, ist die WM für sie am Montag vorbei.

Zum Match-Center: Jordanien vs. Algerien

Algeriens Nationaltrainer Vladimir Petkovic beschwört daher den Teamgeist: "Wir müssen sicherstellen, dass die Mannschaft an sich glaubt, denn wir wissen, was wir können. Unsere beiden kommenden Gegner müssen erst noch gegen Argentinien spielen – wir haben unser Schicksal also nach wie vor in der eigenen Hand."