"Nichts toppt das": VfB Stuttgart stellt sich den Bayern

"Nichts toppt das": VfB Stuttgart stellt sich den Bayern

Kurz nach Mitternacht war an eine fröhliche Feier nicht mehr zu denken. Die Pokalhelden des VfB Stuttgart, angeführt vom Matchwinner Tiago Tomás, verließen die Arena erschöpft nach ihrer beeindruckenden Leistung, lediglich die weißen Pokalbrillen deuteten noch auf den erneuten Einzug ins Berliner Finale hin.

"Ich bin total am Ende", gab ein ausgelaugter Deniz Undav nach dem spannungsgeladenen Halbfinalduell gegen den SC Freiburg zu, "doch es hat sich gelohnt."

Es gäbe nur wenige Dinge, die schöner sein könnten als das Pokalfinale im Olympiastadion, unterstrich Undav. Nach dem dramatischen 2:1-Sieg (0:1) in der Verlängerung gegen Freiburg darf der VfB nun erstmals in seiner Geschichte zum zweiten Mal hintereinander in die Hauptstadt.

Und sehnt sich, besonders nach dem Erfolg gegen Arminia Bielefeld im Vorjahr, nach weiteren Titeln. Gerade weil am 23. Mai die ultimative Herausforderung für die Schwaben ansteht.

Match-Center: Stuttgart vs. Freiburg

Das anspruchsvollste Finale

"Ich bin froh, dass es die Bayern sind", sagte Trainer Sebastian Hoeneß ins ARD-Mikrofon mit Blick auf das Topduell gegen den neuen Meister. Denn: "Ein Pokalgewinn im Finale gegen die Bayern, nichts toppt das", betonte Hoeneß: "Wir haben nun die Gelegenheit."

Der VfB bleibt jedoch wachsam. Man habe in dieser Saison mehrmals erfahren, wozu die Bayern fähig seien, warnte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Alle drei Duelle gegen die Münchner endeten mit Niederlagen, Torverhältnis 3:11. "Wenn wir zehnmal antreten, verlieren wir wahrscheinlich die meisten", räumte Hoeneß ein, "aber es kommt nur auf ein Spiel an."

Darin müsse man einfach hoffen, dass sie straucheln und wir das nutzen, meinte Undav und fügte hinzu: "Es wird extrem hart." Trotzdem, beim VfB sind alle überzeugt, dass es machbar ist. Ein Sieg in Berlin gegen die Bayern wäre unzweifelhaft der Höhepunkt einer wiederum erfolgreichen Saison, die, wie Hoeneß betonte, in der Liga noch lange nicht vorbei ist.