Nagelsmann begründet Nachnominierung: Ouédraogo hat "mehr Rhythmus" als El Mala
El Mala aus Köln "habe zweieinhalb Wochen kein richtiges Training absolviert, lediglich ein paar Laufeinheiten, sein letztes Spiel datiert vom 16. Mai", so Nagelsmann. Ouédraogo hingegen habe auf der Reise mit Leipzig nach Südafrika noch am 29. Mai gespielt, "er ist komplett im Saft und im Rhythmus. Ein Spieler, den wir erst aufbauen müssten, bringt uns nichts. Assan ist fit, ein großartiger Spieler und wird uns voranbringen."
Mit seinem Trainerstab habe er nach Karls Muskelbündelriss im Training am Freitag "vieles besprochen".
Die Wahl sei auf Ouédraogo gefallen, weil der 20-Jährige bei seinem Debüt in der Nationalmannschaft samt Länderspieldebüt mit Tor im vergangenen November einen "hervorragenden Eindruck gemacht habe, anders als andere junge Spieler. Die Sache war relativ schnell klar. Assan hat von allen Spielern bei uns extrem positives Feedback erhalten, ist ein sehr angenehmer Mensch mit großen Fähigkeiten. Und wir können die Position außen auch anderweitig besetzen", erklärte Nagelsmann.
Ausreichend Alternativen auf dem Flügel
Auf der linken Angriffsseite stehe ihm neben Florian Wirtz auch Maximilian Beier als Option zur Verfügung, rechts neben Leroy Sané auch Jamie Leweling. Zudem könnten Kai Havertz und Jamal Musiala diese Rollen übernehmen.
Karl tue es ihm "ungeheuer leid", so Nagelsmann. Der Münchner habe sich bei einem "einfachen Torschuss" verletzt, "da flossen die Tränen. Für ihn ist es tragisch, auch uns als Team schmerzt es. Ich habe ihm nochmals geschrieben, wir lassen ihn nicht im Stich und sind immer für ihn da, wenn er uns braucht."