Nach Verletzungspech: Ex-Bundesliga-Profi Leckie für Australien bei der WM dabei
Vor vier Jahren in Katar erzielte Leckie den entscheidenden Treffer für die "Socceroos" mit einem bemerkenswerten 1:0 Sieg gegen Dänemark, der sie ins Achtelfinale brachte – erst das zweite Mal in der WM-Geschichte des Landes.
Mittlerweile 35 Jahre alt, hat Leckie bei seinem Verein Melbourne City eine Wandlung vom Flügelspieler zum zentralen Mittelfeldakteur durchgemacht. Trotz einer herausfordernden Saison strebt er nach seiner Einberufung ins Trainingslager in Florida seine vierte WM-Teilnahme an.
Comeback nach Verletzung Ende April
"Es war eine schwierige Phase, aber ich war zuversichtlich, zurückzukehren", sagte Leckie in einer Videokonferenz am Freitag. "Wenn ich frei von Verletzungen bin, zeigt sich meine Form. Ich merke keine Geschwindigkeitseinbußen. Hauptsache ist, fit zu bleiben – dann kann ich dem Team immer noch viel bieten."
Der Allrounder blickt auf eine anstrengende Zeit zurück: Nach einer Hüftoperation im Dezember kämpfte er monatelang um sein Comeback für Melbourne City, bevor er im April mit starken Auftritten zurückkehrte.
Trainer Tony Popovic deutete bereits an, dass Leckie bei entsprechender Fitness einen fixen Platz im WM-Kader hat. Besonders beeindruckt zeigte sich der Coach von Leckies Einsatz in den A-League-Playoffs, wo er trotz der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Auckland FC über 120 Minuten durchspielte.
"Es hängt von seiner Kondition ab. Aber seine Qualität mit 35 Jahren und minimaler Spielpraxis ist beeindruckend – das schafft kaum ein junger Spieler", lobte Popovic kürzlich.
Australien in ausgewogener WM-Gruppe
Leckie freute sich über das Lob und arbeitet intensiv daran, das Vertrauen des Trainers zu rechtfertigen: "Ich habe mich im Trainingslager voll verausgabt, hart trainiert und versucht, alles richtig zu machen, um diese Chance zu verdienen", betonte er. "Ich bin bereit, dem Team in jeder Rolle zu dienen."
Australien startet am 13. Juni in Vancouver gegen die Türkei in die Weltmeisterschaft. In der Gruppenphase erwarten die Socceroos zudem die USA und Paraguay.