"Maestro" Michael Olise: "Auf einem anderen Planeten" – und bald bei Real?
Offenbar nicht. Angeblich unterstützte Olise mit dieser ungewöhnlichen Aktion die befreundete Fotografin Florence Pernet, die für die WM keine Akkreditierung erhalten hatte. Auf seinem Account sind deshalb aktuell nur noch die besonderen Aufnahmen von Pernet zu sehen.
Viel Lärm um nichts also? Die Gerüchte reißen so oder so nicht ab. Olise gilt mit seinen beeindruckenden Auftritten bei der WM als einer der begehrtesten Spieler. Er ist längst zum Superstar aufgestiegen - beim Turnier steht er in einer Reihe mit Kylian Mbappé, Harry Kane, Erling Haaland oder gar "GOAT" Lionel Messi. Kein Wunder, dass die Bayern-Verantwortlichen seit Wochen keine Gelegenheit auslassen, um ihren Zauberfuß als "unverkäuflich" zu erklären. Bis 2029 ist der Franzose noch an den deutschen Rekordmeister gebunden. Real bereitet dem Vernehmen nach ein 200-Millionen-Angebot vor.
Bleibt Olise in München?
Olise hat aber nicht nur die "Königlichen" nachhaltig beeindruckt. Auf dem Weg zum Halbfinal-Showdown der Franzosen am Dienstag in Dallas (21.00 Uhr/ZDF, MagentaTV und Flashscore-Audioreportage) gegen Europameister Spanien war der Bayern-Profi neben Mbappé DER Unterschiedsspieler. Le Parisien machte aus Olise den "bezaubernden Maestro". Der 24-Jährige sei - Mbappé hin oder her - "der wichtigste Spieler bei Frankreich. Der Kerl ist auf einem anderen Planeten", sagte Frankreich-Legende Thierry Henry.
Zum Match-Center: Frankreich vs. Spanien
Und Olise? Der zeigt sich wie immer unbeeindruckt. Normalerweise redet der zurückhaltende Olise erst gar nicht. Zuletzt machte er in L'Équipe aber eine Ausnahme und gewährte immerhin einen kurzen Einblick in seine (Gefühls-)Welt. "Ich mag es, wenn Fußball schön ist. Für die Zuschauer, für die Menschen vor dem Fernseher, die einen schönen Moment erleben wollen", sagte er.
Auch in München werden sie die Aussagen aufmerksam gelesen haben - vor allem Trainer Vincent Kompany. Olise machte nämlich deutlich, dass sich seine Rolle im Nationalteam für ihn "am natürlichsten" anfühlen würde. Diese biete "mehr Freiheit". Bei "Les Bleus" spielt der "Spieler des Jahres" der vergangenen Bundesliga-Saison hinter Mbappé zentral - in München nimmt diese Position aber Jamal Musiala ein, Olise wirbelt auf dem Flügel.
Doch egal, in welchen Räumen er sich bewegt - Olise sieht trotz aller Galaauftritte Luft nach oben: "Im Moment würde ich sagen: Ja, ich bin ein Spieler der Gegenwart. Wenn ich weiter hart arbeite und auf dem Boden bleibe, hoffe ich, irgendwann ein Spieler der Zukunft zu sein." Die Zukunft hat längst begonnen.