Keine Visa für Anhänger der Elfenbeinküste: "Reise gestrichen"
"Die Anhänger haben ihre Reisepläne gestrichen, weil die US-Regierung keine Bürger aus bestimmten Nationen, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Territorium haben möchte", sagte Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), der Nachrichtenagentur AFP. "Die USA haben uns gegenüber deutlich gemacht, dass sie unsere Fans dort nicht haben möchten."
Im März hatte Kouadio noch darauf gehofft, dass 500 Fans aus Afrika anreisen könnten. Doch jetzt haben nur einige wenige CNSE-Funktionäre die Erlaubnis bekommen, sich während der WM "um die in den USA lebenden ivorischen Fans zu kümmern".
Das Problem nimmt weiter zu
Dies ist ein weiteres Kapitel im ständigen Thema der Einreise. So hatte der somalische Schiedsrichter Omar Artan zwar ein Visum, durfte aber nach seiner Ankunft dennoch nicht in den USA bleiben. Die Mannschaften aus dem Iran und Südafrika mussten lange auf ihre Visa warten, der Schweizer Breel Embolo bekam seines zu spät. Auch Fans aus Schottland berichteten zuletzt von Schwierigkeiten bei der Anreise.
Die Elfenbeinküste spielt zwei ihrer drei Gruppenspiele in Philadelphia. Am Montag trifft sie dort auf Ecuador und am 25. Juni auf Curacao. Die Begegnung mit der deutschen Nationalmannschaft am 20. Juni findet in Toronto statt.