Kanada leidet unter Verletzungssorgen, Marsch bleibt gelassen: "Die Jungs werden wieder gesund"

Kanada leidet unter Verletzungssorgen, Marsch bleibt gelassen: "Die Jungs werden wieder gesund"

Schon seit längerem hingen am CN Tower in Toronto die Plakate mit den Namen der 26 Nominierten um Alphonso Davies. Da konnte Jesse Marsch nicht mehr an sich halten. Mit einem Lächeln rief Kanadas Nationaltrainer dem Moderator von TSN zu: "Luke! Ich wünschte, nicht alle Fragen würden sich um Verletzungen drehen."

Über sieben Minuten hinweg hatte Marsch bereits jede einzelne Personalie seines Aufgebots für die Heim-WM durchgenommen, seine Strategien erläutert und die Zweifler beruhigt. "Die Jungs werden wieder gesund", versicherte Marsch, "das verspreche ich euch!"

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Davies verpasst das erste Spiel

Doch wann genau? Diese Frage beschäftigt die Kanadier weniger als zwei Wochen vor dem Start der WM. Für den an der Oberschenkelverletzung laborierenden Bayern Star Davies kommt das mit Spannung erwartete erste Gruppenspiel gegen Bosnien und Herzegowina am 12. Juni in Toronto jedenfalls zu früh.

Am Sonntag stieß der Kapitän zur Nationalmannschaft. Man werde abwarten, wie schnell er fit werde, so Marsch. Fest steht: "Alphonso ist eine große Persönlichkeit und ein wichtiger Spieler für uns". Allerdings ist er bei weitem nicht der einzige Spieler, der Sorgen bereitet.

Idealerweise würde Davies zusammen mit Moise Bombito, Derek Cornelius und Alistair Johnston die Abwehrkette bilden. Allerdings verpassten alle vier bis vor Kurzem große Teile der Saison wegen Verletzungen. Auch Innenverteidiger Alfie Jones bestritt seit Dezember kein Spiel.

Abwehrchef Bombito absolvierte wegen eines Schienbeinbruchs sogar nur zwei Spiele im Oktober. Dass er trotzdem im WM Kader steht, bezeichnete TSN als "ein kleines Wunder".

Übersicht aller Kader für die WM 2026

Trainer Marsch bewahrt Ruhe

Die Aufzählung ließe sich fortsetzen: Stürmer Promise David zum Beispiel hat seit einer Hüftoperation im Februar kein Spiel bestritten. Doch Marsch bleibt gelassen.

Man liege "bei vielen Jungs gut im Plan", erklärte der 52-Jährige. Für das Spiel gegen Bosnien werden zwar nicht alle fit sein, aber Marsch blickt bereits nach vorne. Nach zwei Vorrundenaus ohne Punktgewinn streben die Kanadier bei ihrer dritten WM Teilnahme nach 1986 und 2022 zum ersten Mal die Gruppenphase zu überstehen.