Arsenal zeigt sich verständnisvoll: Lob für Schiedsrichter Siebert nach dem Finale
Nach dem Abpfiff des Champions-League-Finales in Budapest durch Daniel Siebert erhielt der deutsche Unparteiische schnell viel Lob. Der ehemalige Schiedsrichter Torsten Kinhöfer äußerte im ZDF, dass Siebert "Werbung für das deutsche Schiedsrichterwesen" gemacht habe.
Auch Schiedsrichterchef Knut Kircher betonte auf Anfrage der SID, dass die DFB-Schiedsrichter "sehr stolz" seien. Der EM-Schiedsrichter der Jahre 2021 und 2024 habe "ein sehr konzentriertes und direktes Spielmanagement mit einer klaren Linie" an den Tag gelegt.
Aussagekräftiger waren jedoch die Reaktionen des FC Arsenal nach dem Elfmeterdrama zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal (4:3). Die unterlegenen Gunners, die ihren ersten Titelgewinn im bedeutendsten europäischen Vereinswettbewerb knapp verpassten, haderten naturgemäß mit Siebert.
Match-Center: PSG vs. Arsenal
Arsenal forderte Elfmeter
Dennoch blieb harsche Kritik der Beteiligten aus. Diskutiert wurde trotzdem. Besonders über die 102. Minute. Zuvor hatte Siebert das Zeitspiel der Gunners frühzeitig mit einer Gelben Karte gegen Cristhian Mosquera unterbrochen (47.) und nach einem Foul des Verteidigers zu Recht auf Elfmeter für PSG entschieden (62.).
Dann gab es eine schwierige Situation: Arsenals Noni Madueke war in einem Zweikampf mit Nuno Mendes im Strafraum zu Boden gegangen. Die Londoner waren empört. Siebert ließ weiterspielen und zeigte Declan Rice sowie Teammanager Mikel Arteta nach lauten Protesten die Gelbe Karte.
Arteta zeigt Verständnis
"Ich habe mir in den letzten 72 Stunden alle Strafstöße in diesem Wettbewerb angesehen, um zu verstehen, was ein Elfmeter ist und was nicht, und das könnte durchaus einer gewesen sein", sagte Arteta direkt nach dem Spiel.
Doch der enttäuschte Spanier räumte später ein: "Es war offenbar nicht klar genug, um einen Elfmeter zu verhängen. Ich dachte, es sei einer, und unsere Bank und unsere Spieler dachten das ebenfalls."