James Rodríguez vs. Cristiano Ronaldo: Das Duell der alten Kumpel um den Gruppensieg

James Rodríguez vs. Cristiano Ronaldo: Das Duell der alten Kumpel um den Gruppensieg

Das ist lange her, und es kam bekanntlich anders. Rodríguez wechselte nach seiner Sternstunde für 75 Millionen Euro zwar an die Seite von Ronaldo bei Real Madrid, die Fußball-Welt lag ihm zu Füßen - doch irgendwann kam der mittlerweile 34-Jährige vom Weg in die Weltklasse ab. Nun kommt es bei der WM zum Wiedersehen der alten Kumpel, beim Duell zwischen Kolumbien und Portugal in Miami in der Nacht zu Sonntag (1.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) geht es um den Gruppensieg. Und damit um einen vermeintlich leichteren Weg in der K.o.-Phase.

"Cristiano ist hervorragend – sowohl auf als auch neben dem Platz", sagte Rodríguez einmal über Ronaldo: "Er ist eine glatte Zehn von Zehn." Von 2014 bis 2017 spielten sie gemeinsam bei den Königlichen, zunächst lief es auch gut - doch dann ließ Rodríguez im dritten Jahr nach. Beim FC Bayern blühte er noch einmal kurz auf, doch während Ronaldo weiter an seinem Denkmal baute, geriet Rodríguez ins Schlingern.

James nur von der Bank?

Seit sechs Jahren wechselt der Torschützenkönig der WM 2014 ständig die Vereine, Rodríguez spielte in England, Katar, Griechenland, Brasilien, Spanien, Mexiko und landete zuletzt bei Minneapolis United. Nun, in seiner neuen Wahlheimat, hofft er noch einmal auf ein bisschen Glanz bei seiner dritten und letzten WM. "Die Zeit vergeht", sagte Rodríguez vor Turnierbeginn: "Aber ich behalte mein Lächeln".

Zum Match-Center: Kolumbien vs. Portugal

Auch Ronaldo ist längst nicht mehr der Alte, aber an guten Tagen können beide immer noch den Unterschied ausmachen. "CR7" mit seinem unbändigen Willen und seinem Killerinstinkt, Rodríguez mit seiner Übersicht und seinen Pässen. Auch wenn er nicht mehr die Dynamik von 2014 besitzt, ist Rodríguez weiter das kreative Herz Kolumbiens. "Es gibt Spieler, die in 20 Minuten mehr bringen als andere in einem ganzen Spiel", sagt sein Trainer Nestor Lorenzo.

Sowohl Ronaldo als auch Rodríguez wollen den Gruppensieg, dann würden sie den ganz großen Namen in der K.o.-Phase erst einmal ausweichen. Kolumbien, das die ersten beiden Spiele gewonnen und dabei nur einen Gegentreffer kassiert hat, reicht dafür schon ein Unentschieden, Portugal braucht einen Sieg. Und Ronaldo ist sich nach seinem Doppelpack zuletzt sicher, dass der im Duell mit seinem alten Kumpel auch gelingt: "Ich glaube fest an das, was ich tue, und daran, dass Gott dem hilft, der hart arbeitet", sagte er.

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