"Es tut natürlich weh": Dämpfer für die US-Euphorie – Bosnien vor der Brust

"Es tut natürlich weh": Dämpfer für die US-Euphorie – Bosnien vor der Brust

Dabei stand der Gruppensieg des Gastgebers schon vor der Partie fest, das 2:3 (1:2) gegen die ausgeschiedenen Türken war sportlich bedeutungslos. Vor dem kniffligen Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Herzegowina in der Nacht zu Donnerstag (2.00 Uhr MESZ/MagentaTV) hätte sich die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino aber eine Fortsetzung ihrer "Soccer"-Party im eigenen Land und eine makellose Gruppenphase gewünscht. Das Momentum ist durch das Last-Minute-Gegentor durch den früheren Bundesligaprofi Kaan Ayhan (90.+8) vorerst dahin.

Zum Match-Center: USA vs. Bosnien & Herzegowina

Davon wollte Pochettino aber nichts wissen. "Die Stimmung ist so, als würden wir heute Abend nach Hause fahren und die Türkei bliebe hier", sagte der Argentinier, der angefressen auf die Fragen der Journalisten reagierte: "Ich muss euch und alle anderen daran erinnern, dass wir die Gruppe gewonnen haben. Tut mir leid, Leute, wir haben gewonnen."

USA als Favorit gegen Bosnien

Pochettino wollte sich die Laune nicht vermiesen lassen. Mit überzeugenden Siegen gegen Paraguay (4:1) und Australien (2:0) hatten die Amerikaner das Weiterkommen als Gruppensieger gesichert. Gegen die Türkei wechselte Pochettino auf neun Positionen und ließ seine mit Gelb vorbelasteten Leistungsträger wie Angreifer Folarin Balogun komplett draußen. Dafür feierte der zuletzt angeschlagene Hoffnungsträger Pulisic sein Comeback und präsentierte sich bereit für die K.o.-Phase.

"Am Ende des Tages haben wir die Gruppe gewonnen und müssen jetzt einfach auf die nächste Woche blicken", sagte Pulisic, der später kommentarlos und im Eiltempo an den zahlreichen Journalisten aus aller Welt vorbeihuschte. In der Bestbesetzung sind die Amerikaner in Santa Clara gegen Edin Dzekos Bosnier der klare Favorit.

In der K.o.-Phase könne "alles passieren", sagte Tillman, der viele bosnische Spieler aus der Bundesliga kennt: "Aber wenn wir so auftreten wie in den ersten zwei Spielen, haben wir schon gute Chancen, gegen Bosnien zu gewinnen."

Und dann soll im Idealfall auch wieder die "inoffizielle" US-Hymne bei der Heim-WM mitgesungen werden, die schon nach den beiden Siegen zum Auftakt aus den Stadionboxen dröhnte. Das gemeinsame Singen von "Country Roads" mit den Fans sei schließlich eines der "absoluten Highlights der WM", sagte Mittelfeldspieler Sebastian Berhalter. Und das soll noch möglichst häufig passieren.

Verfolge die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ mit ZDF bei Prime Video – LIVE-Übertragungen, Highlights und Analysen