IFAB trifft Entscheidung Rote Karte bei Mundbedeckung und auch beim Verlassen des Platzes

IFAB trifft Entscheidung Rote Karte bei Mundbedeckung und auch beim Verlassen des Platzes

Der Auslöser für diese Maßnahme war das kontroverse Verhalten von Gianluca Prestianni aus Benfica Lissabon gegenüber Vinicius Junior von Real Madrid während des Playoff Spiels in der Champions League. Dort soll Prestianni rassistische Beleidigungen geäußert haben, während er sein Trikot vor den Mund hielt. "Man darf annehmen, dass ein Spieler etwas Unerlaubtes gesagt hat, andernfalls hätte er seinen Mund nicht verdecken müssen", äußerte Infantino kürzlich. Eine Rote Karte sei ein notwendiger Schritt, "um unseren Einsatz gegen Rassismus ernst zu nehmen".

Es liegt bei den Veranstaltern, ob diese Vorgabe in Wettbewerben wie der Bundesliga oder der Champions League umgesetzt wird.

Zusätzlich neue Regel aus Senegal eingeführt

Auf die Ereignisse im Finale des Afrika Cups zwischen Marokko und Senegal hat das IFAB mit einer weiteren Änderung reagiert. Nach einem Elfmetertor für Marokko verließen die senegalesischen Spieler aus Protest vorübergehend das Feld in dem turbulenten Spiel in Rabat im Januar. Erst nach einer langen Pause ging es weiter. Senegal siegte in der Verlängerung, doch der CAF entzog ihnen später den Titel.

"Der Schiedsrichter kann auf Anordnung des Veranstalters jeden Spieler mit einer Roten Karte belegen, der aus Unmut über eine Schiedsrichterentscheidung den Platz verlässt", steht in der Erklärung des IFAB. Diese Vorschrift, die erstmals bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada gilt, betrifft ebenfalls alle Offiziellen, die Spieler zum Verlassen animieren. Zudem: "Ein Team, das zu einer Spielunterbrechung führt, verliert das Match in der Regel."