Heidenheim gibt nicht auf Emotionen rund um Dinkci nach Lebenszeichen im Duell mit Pauli

Heidenheim gibt nicht auf Emotionen rund um Dinkci nach Lebenszeichen im Duell mit Pauli

Dinkci hat kürzlich öffentlich mitgeteilt, dass seine Partnerin Cinja an Leukämie leidet. Vor dem Spiel gegen St. Pauli wurde daher erneut nach einem Stammzellenspender gesucht. Der Stürmer nahm die vielen guten Wünsche dankbar an.

Zum Match-Center: 1. FC Heidenheim vs. FC St. Pauli

"Das ist unglaublich und eine derartige Unterstützung habe ich in meiner gesamten Laufbahn in keinem anderen Klub erlebt, das macht mich richtig froh", erklärte der ergriffene Dinkci bei DAZN und fügte hinzu: "Das lässt mich einfach total stolz fühlen, wie diese Fans jetzt zu mir halten."

Sanwald extrem stolz auf Heidenheim

Der ganze Verein unterstützt Dinkci voll und ganz. "Eren's Tor war wie eine Erlösung für die Mannschaft. Gerade Eren, der derart schwierige Zeiten mit seiner Frau durchmacht. Es war ein höchst emotionaler Nachmittag", meinte Vorstandsmitglied Holger Sanwald bei Sky. Er wünsche sich, "dass es seiner Frau rasch besser ergeht und ein passender Spender gefunden wird. Natürlich drücken wir alle die Daumen dafür."

Der von Hoffenheim geliehene Dinkci erzielte in der 83. Minute sein Tor, Budu Zivzivadze traf bereits in der 3. Minute und brachten dem FCH neue Hoffnungen auf den Verbleib in der Liga. Ein Verlust hätte den Abstieg bedeutet. "Wir bleiben im Kampf. Ich freue mich riesig und bin stolz auf unser Team, weil wir weiter an uns festhalten. Zuerst einmal haben wir ein Signal der Hoffnung gesendet", unterstrich Sanwald.

Heidenheim liegt nun nur vier Zähler hinter dem Relegationsrang zurück, den St. Pauli belegt, und hat aus den letzten fünf Partien acht Punkte geholt. Gegen den FC Bayern, in Köln und beim Mainz wartet das Team von Frank Schmidt im Endspurt, um nach drei Jahren in der Bundesliga zu bleiben.

St. Pauli zielt auf Relegation als Minimum

"Falls wir das Unmögliche erreichen wollen, müssen wir in München etwas holen", so Schmidt. Der erfahrene Coach hatte schon vor dem Match für Aufsehen gesorgt, als er seinen Ausstieg im Sommer 2027 nach 20 Jahren bei Heidenheim andeutete. Am Samstag war das für den 52-Jährigen jedoch nebensächlich, entscheidend war der fünfte Triumph der Saison.

Während die Kurve bei der Mannschaft aus der Ostalb ansteigt, versinkt der FC St. Pauli tiefer in der Krise. Zum siebten Mal hintereinander blieben die Hamburger ohne Sieg. Nur ein knapper Punkt trennt den Kiez-Verein vom 17. Platz von Wolfsburg. "Das reichte bei weitem nicht", kritisierte Hauke Wahl: "Das kleinste Ziel muss jetzt die Relegation sein."