Gegenwind zu Musiala-Aussagen: Missverstandener Kahn präzisiert sich
"Offenbar", erläuterte Kahn, "können Aussagen auf vielfältige Weise ausgelegt werden. Hier die relevante Passage nochmals …" Diese Passage führte bei Kahn zu folgendem Schluss: "Falls Jamal Musiala bereit ist, gehört er auf die große WM-Bühne."
Ob das machbar sein wird, hatte Kahn in der Sendung aufgrund der schweren Verletzung Musialas vom vergangenen Sommer bezweifelt. "Die Frage lautet auch (…), wie verhält sich der Kopf", meinte er, "bist du einsatzbereit, mit voller Kraft in die Duelle zu gehen." Sollte das nicht zutreffen, könnte es möglicherweise "sinnvoller" erscheinen, "nicht zur WM zu reisen". Dennoch, unterstrich Kahn: "Die Spielertypen weichen stark voneinander ab."
Zudem habe er mehrmals miterlebt, dass verletzte Spieler zu einem Turnier aufgebrochen sind und dort dennoch ihr gesamtes Potenzial entfaltet hätten. Ferner sei es nicht ausgeschlossen, dass Musiala bis zur Endrunde ein entscheidendes Durchbruchserlebnis haben werde, "und plötzlich löst sich vieles und er ist zurück. In dem Fall soll er zur Weltmeisterschaft mitkommen."
Kahns Äußerungen hatten erheblichen Aufruhr verursacht. Verschiedene Verantwortliche und Spieler in München hatten sie widerlegt, Musiala selbst hatte hervorgehoben: "Auf jeden Fall möchte ich zur WM."