Frankreich spielt "ohne Franzosen": Spanischer Ex-Ministerpräsident sorgt für Ärger

Frankreich spielt "ohne Franzosen": Spanischer Ex-Ministerpräsident sorgt für Ärger

"Es gibt Menschen, die Zugehörigkeit immer noch am Nachnamen, am Geburtsort oder an der Hautfarbe messen. Andere messen sie an der Verbundenheit mit einem Land und dem Willen, zu ihm beizutragen", schrieb Rajoys Amtsnachfolger Pedro Sánchez am Sonntag bei X.

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Spaniens linker Ministerpräsident stellte weiter fest: "Spanien gehört denen, die es lieben und mit Leben erfüllen. Nicht denen, die es mit fremdenfeindlichen Äußerungen in Verruf bringen. Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge der Bessere gewinnen und der Rassismus verlieren."

Am Dienstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) spielen Frankreich und Spanien ihr WM-Halbfinale in Dallas. Auch aus der französischen Regierung gab es Reaktionen auf Rajoys Beitrag. Aurore Bergé, Beauftragte für die Bekämpfung von Diskriminierung, beklagte "wiederholte rassistische Entgleisungen".

Naïma Moutchou, Ministerin für die Überseegebiete, teilte mit: "Das sind keine 'Entgleisungen'. Es ist ein systematischer und verharmloster Hass auf Frankreich und das, was es ist." Sie rief den französischen Fußballverband dazu auf, sich juristisch zu wehren.

Nächster Angriff nach Amarilla

Nach Frankreichs Sieg über Paraguay im Achtelfinale hatte sich die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla in den Sozialen Medien rassistisch geäußert, vor allem Offensivstar Kylian Mbappé ins Visier genommen. Er gebe sich als Franzose aus, schrieb sie unter anderem.

Auf Rajoys Gastbeitrag reagierte auch die französische Botschaft in Madrid. "Alle Spieler der französischen Nationalmannschaft sind Franzosen", hieß es in einer Mitteilung: "Von den 26 Spielern sind 23 in Frankreich geboren. Die drei, die im Ausland geboren wurden, sind ebenfalls Franzosen."