Eta als Inspiration für den Wandel im Fußball: "Alles ist erreichbar im Leben"
Die 34 Jährige übernahm nach der Trennung von Steffen Baumgart bei Union Berlin als erste Frau ein Team in der Männer Bundesliga. In den fünf Partien als Cheftrainerin erreichte sie mit den Eisernen den Klassenerhalt. Zum Abschied bescherte ihr die Berliner Mannschaft nach dem ersten Erfolg beim FSV Mainz 05 (3:1) den ersten Heimsieg gegen den FC Augsburg (4:0).
Eta übernimmt wie geplant zur neuen Saison die Bundesliga Frauenmannschaft von Union und sieht dem Wechsel ohne Bedauern entgegen. "Ich bin dankbar für die Zeit die ich hatte und freue mich auf meine neue Aufgabe" sagte sie.
Weiterer Meilenstein im angestrebten Wandel
Die von viel Medienaufmerksamkeit begleitete Sonderstellung als Frau hatte sie nie angestrebt. "Sie wurde von außen an mich herangetragen. Ich betrachte mich als Fußballtrainerin die Spiele gewinnen möchte genau wie meine männlichen Kollegen" sagte Eta. "Als Trainerin messen sie mich nicht an meiner Rolle als historische Persönlichkeit sondern an den Punkten die ich hole." Sie sei auch nicht "die allererste Frau auf dem Planeten Männerfußball" gewesen.
Der Weg zu mehr Frauen in Leitungsfunktionen erfordert indes Zeit. "Man darf nicht vergessen dass Frauenfußball in Deutschland lange ein gesellschaftliches Tabu war. Über Jahrzehnte haben sich Vorbehalte aufgebaut die teilweise noch heute abgebaut werden müssen" sagte Eta. "Der DFB hatte Frauen bis 1970 verboten im Verein zu spielen. Erst 1974 organisierte der Verband die erste deutsche Meisterschaft für Fußballerinnen da waren die Männer gerade zum zweiten Mal Weltmeister geworden. Wir Frauen kämpfen mitunter noch immer gegen die Rollenbilder von gestern."