"Es wird gut": Podolski nach Abschied jetzt der "Chef" bei Gornik Zabrze
"Dank an die Familie", erklärte der Familienvater, nachdem er unter großem Jubel zum letzten Mal als Profi auf dem Platz stand. "Es ist nicht einfach, wenn ich, ein alter Hase, täglich zu Training, Spielen und Auswärtstrips aufbreche." Dann versprach der 40-Jährige den Fans seines Vereins Gornik Zabrze: "Wir machen weiter, das ist noch nicht das Ende." Vielmehr markiert es einen Neubeginn.
Zuvor hatten Fans Pappmasken mit Podolskis Gesicht aufgesetzt und ihn mit einer riesigen Choreografie geehrt. Zu sehen war sein berühmtes Grinsen samt Sonnenbrille. "Chef" stand dort, sowie: "Es wird gut".
Podolskis historische DFB-Karriere
Erst am Donnerstag hatte Podolski für rund eine Million Euro die Mehrheit an seinem Heimatverein übernommen. Die Zukunft scheint rosig, denn Poldi und sein Team können von der Champions League träumen. Als polnischer Vizemeister ist Zabrze für die zweite Qualifikationsrunde gesetzt. Auch als "Chef" winkt Podolski somit die große Bühne.
Bereits als Spieler stand Podolski stets im Fokus. Als Teenager stieg der "Kölsche Jung" mit seinem linken Fuß und schnellen Sprüchen beim 1. FC Köln zur Legende auf. Spätestens während des Sommermärchens 2006 an der Seite von Bastian "Schweini" Schweinsteiger eroberte er die Herzen der Fans. 2014 krönte er seine Karriere mit dem WM-Titel in Brasilien. Mit 49 Toren bleibt er der dritterfolgreichste DFB-Schütze hinter Miroslav Klose (71) und Gerd Müller (68).
Doch weniger durch seine Tore und Dribblings, sondern vielmehr durch seine unverwechselbare Art wird Podolski in Erinnerung bleiben. Als Prinz Poldi, Fanliebling und Mannschaftskitt. Jetzt sucht er als neuer Chef von Zabrze quasi den nächsten Poldi.
Durch ihn habe der Verein "mehr Budget", betonte Podolski, "aber ein teurer Spieler ist nicht automatisch besser". Entscheidend sei, "dass er zum Klub passt und Charakter zeigt". Er werde sicher keinen Star "verpflichten, nur um Eindruck zu schinden". Podolski bleibt Poldi – selbst als Boss.