Emery furios: Wutausbruch wegen VAR nach Villas Europealleaguepleite gegen Nottingham

Emery furios: Wutausbruch wegen VAR nach Villas Europealleaguepleite gegen Nottingham

Ein vermeidbares Foul durch Hand von Lucas Digne gab Forest in der zweiten Spielhälfte einen Elfmeter, den Chris Wood gelassen zum Sieg im City Ground nutzte. Für Emery rückte das Endergebnis jedoch in den Hintergrund, da eine klare Rote Karte für Anderson ausblieb.

"Der VAR ist eine totale Katastrophe. Das war eindeutig Rot! Ich begreife nicht, wieso der Schiedsrichter nicht zum Bildschirm zitiert wurde das ist ein gewaltiger Irrtum des Videoassistenten", wetterte ein sprachloser Emery. Während er dem Feldrichter eine "10 von 10" attestierte, hatte er für den VAR nur scharfe Kritik übrig: "Ich habe die Sequenzen erneut betrachtet. Es ist unglaublich. Er hätte ihm das Sprunggelenk zertrümmern können! Wo steckte der VAR? Das ist einfach unfair."

Trotz der Niederlage schaut Emery optimistisch aufs Rückmatch. Er glaubt fest daran, dass Villa zum ersten Mal seit 1982 in ein europäisches Endspiel vordringen kann: "Das Hinspiel ist noch nicht entschieden. Wir müssen künftig besonnen bleiben und unseren Strategie umsetzen."

Forest sinnt auf Finale: Pereira feiert den "Nottinghamgeist"

Auf der anderen Seite feierte man ausgelassen. Trainer Vitor Pereira von Forest rühmte den Willen seiner Spieler, die nun am 7. Mai mit Vorsprung nach Villa Park fahren. Für den Verein mit Tradition wäre es das erste internationale Finale seit dem Erfolg im Europäischen Pokal der Landesmeister 1980.

"Wir haben umgestellt, doch die Einstellung blieb bestehen. Die Zuschauer waren toll und haben uns angetrieben", meinte Pereira, der bereits der vierte Coach in einer unruhigen Saison bei Forest ist. Er unterstrich seinen Stolz, einen Klub mit solch reicher Vergangenheit zu leiten, geformt durch die Zeit von Brian Clough.

Taktisch hatte Pereira die Lektionen aus den früheren Premierleaguebegegnungen offenbar gut gelernt: Villa geriet früh in Bedrängnis, in der Abwehr zeigten sich die Roten diszipliniert und gaben wenige Lücken frei. So wurden die schnellen Konter von Emerys Truppe wirksam verhindert.

"Wenn Villa mit Druck auf die Hintermannschaft stürmt, wird es eng. Aber wir haben das taktisch präzise so angegangen, wie geplant", fasste Pereira zufrieden zusammen.