Drei Bayern-Stars für die Ewigkeit: Der 100-Tore-Angriff knackt sämtliche Rekorde
Zum ersten Mal seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat ein Verein ausserhalb der spanischen Primera Division drei Spieler in seinem Kader, die in einer einzigen Saison zusammen mehr als hundert Tore erzielt haben. Etwas, das in den Elite-Ligen von England, Italien oder Frankreich bisher unmöglich schien, ist jetzt in Deutschlands höchster Liga Wirklichkeit.
Diese Sensation beendet die lange Dominanz der spanischen Powerhouses FC Barcelona und Real Madrid in dieser Hinsicht. Bisher war diese beeindruckende Marke vor allem Stars wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo vorbehalten. Ob das ikonische Trio von Barcelona mit Messi, Eto'o und Henry in der Saison 2008/09 oder das MSN-Duo aus Messi, Suarez und Neymar, das 2015/16 mit stolzen 131 Toren den absoluten Höchstwert setzte, die Offensive des FC Bayern reiht sich nun definitiv in diese illustre Runde ein.
In Spanien trieb oft ein einzelner Superstar wie Messi mit 73 Toren in der Spielzeit 2011/12 die Zahlen in die Höhe, wohingegen das Trio aus München durch eine aussergewöhnliche Ausgewogenheit und gemeinsame Torkraft glänzt.
Die Stärken der drei Stürmer passen perfekt zusammen. Harry Kane agiert nicht länger bloss als reiner Abschlusser, sondern als zentraler Spielmacher. Michael Olise hat sich nach seinem Transfer als einer der besten Assistenten und Torjäger der Liga durchgesetzt, und Luis Diaz sorgt mit seiner Schnelligkeit und Unvorhersehbarkeit auf der Fassade dafür, dass das Taktiksystem unter Vincent Kompany erst richtig gefährlich wird. Diese perfekte Zusammenarbeit verteilt die Torlast auf drei Top-Spieler, was die Bayern für jeden Rivalen extrem schwer einschätzbar macht.
Matthäus: Kane hat die Rolle des Mittelstürmers "neu erfunden"
Auch im Vereinskontext setzen diese drei neuen Standards und überholen echte Legenden an der Spitze. Die hundert Treffer von Kane, Olise und Diaz topfen den alten Rekord aus dem Jahr 1972/73, als Gerd Müller mit 66 Toren, Uli Hoeneß mit 22 und Willi Hoffmann mit 11 auf insgesamt 99 Zähler kamen. Sogar die Triple-Gewinner von 2019/20 rund um Robert Lewandowski, Serge Gnabry und Thomas Müller, die damals 92 Mal trafen, sind nun statistisch abgehängt. Diese Erfolge deuten darauf hin, dass der jetzige Team das Zeitalter an der Sabener Strasse mitprägen kann.
Die Expertenwelt ist hellauf begeistert von dieser historischen Ernte. Sportdirektor Max Eberl lobte kürzlich in der Sport Bild die riesige Rolle von Olise: "Für einen Spieler wie ihn gibt es kein Limit, wir trauen ihm alles zu." Der Rekord-International Lothar Matthäus schwärmte bei Sky und erklärte, Harry Kane habe "die Rolle des Mittelstürmers neu erfunden", weil er durch seine Abwehrhilfe und seine weiten 50-Meter-Pässe weit mehr als nur ein simpler Torschütze ist.
Mit diesem Meilenstein im Gepäck wartet der FC Bayern auf eine kritische Phase der Saison, in der Erfolge die natürliche Folge dieser Überlegenheit sein müssen. Das Knacken der 100-Tore-Grenze ist eine klare Machtbekundung im Fussball Europas. Sollten Kane, Olise und Diaz ihr Niveau halten, könnte diese Saison nicht nur als Rekordzeit, sondern als Start einer neuen goldenen Ära in München in die Annalen eingehen.