Bleibt Rangnick ÖFB-Teamchef? Pröll zeigt sich zuversichtlich
Mitten in den WM-Vorbereitungen beschäftigt den Österreichischen Fußball-Bund weiterhin eine zentrale Personalfrage: Wird Ralf Rangnick auch nach der Weltmeisterschaft als Teamchef weitermachen?
Der Vertrag des Deutschen endet mit dem Abschluss der WM. Ein Verlängerungsangebot liegt bereits vor. Nun wartet der Verband auf die Entscheidung des 67-Jährigen.
„Wir rechnen mit seiner Entscheidung in den nächsten Tagen oder Wochen“, sagte ÖFB-Präsident Josef Pröll dem ORF. Die Gespräche zwischen Verband und Teamchef verlaufen weiterhin in einem positiven Rahmen. „Wir wissen, was wir aneinander haben, weil wir sehr offen und direkt miteinander sprechen, in einem sehr guten Klima.“
Seit Monaten wird Rangnick immer wieder mit dem AC Milan in Verbindung gebracht. Zu den Spekulationen um den italienischen Traditionsverein wollte sich Pröll nicht äußern. Stattdessen konzentriert er sich auf die Argumente des ÖFB. „Mir geht es darum: Was können wir als ÖFB mit ihm gemeinsam austauschen, damit er sich für uns entscheidet. Und da glaube ich, haben wir viele Vorleistungen erbracht.“
Vertrauen statt Druck
Der Verbandschef setzt bewusst auf Gelassenheit. Zeitdruck soll es vom ÖFB nicht geben. „Jetzt geben wir ihm Zeit. Ich bin mit ihm im Gespräch, sehe das entspannt“, so Pröll. Gleichzeitig machte er deutlich, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit sein Wunsch wäre. „Sagt er zu, freut uns das sehr. Wenn nicht, werden wir auch nicht im Streit auseinandergehen.“
„Ich bin optimistisch“, sagte der ÖFB-Präsident über die Chancen auf einen Verbleib Rangnicks.
Aufstieg als erstes großes Ziel, Arnautovic wieder im Training
Sportlich richtet sich der Fokus nun voll auf den WM-Auftakt gegen Jordanien. Mit Argentinien und Algerien warten danach zwei weitere anspruchsvolle Aufgaben in Gruppe J.
Pröll formulierte die Erwartungen an die Mannschaft bewusst ambitioniert, aber realistisch. Das erste konkrete Ziel ist klar definiert: „Wir können das Sechzehntelfinale erreichen. Das ist das erste große Ziel.“
Und vielleicht ergibt sich danach sogar ein besonderes Duell. Auf die Frage nach seinem WM-Favoriten nannte Pröll Spanien – fügte aber mit einem Schmunzeln hinzu: „Außer die Wege Spaniens kreuzen sich vorher mit Österreich.“
Positive News gibt es von Marko Arnautovic. Der Rekordteamspieler nahm am Dienstag am Mannschaftstraining teil, nachdem er die Einheit am Vortag wegen leichter Knieprobleme ausgelassen hatte.
Während Arnautovic wieder auf dem Platz stand, fehlte Florian Grillitsch bei der Einheit. Grund dafür war allerdings keine neue Verletzung. Wie der ÖFB mitteilte, wurde der Mittelfeldspieler mit Blick auf seine erst vor Kurzem auskurierte Muskelverletzung bewusst geschont. Die Maßnahme dient der Belastungssteuerung und soll sicherstellen, dass der Braga-Legionär rechtzeitig zum Turnierstart in optimaler Verfassung ist.