Bald-Bayer Saibari: Vom Aussortierten zur Allzweckwaffe – Große Ziele mit Marokko
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"Dieses Gerät hat geholfen, es unterstützt Babys dabei, gerade zu laufen. Und ja", erzählte der 25-Jährige, "zum Glück hat es funktioniert." Sonst stünde der Brasilien-Schreck kurz vor Marokkos zweitem WM-Gruppenspiel gegen Schottland (Samstag, 0.00 MESZ/MagentaTV) nicht im Blickpunkt - und kurz vor dem Wechsel vom niederländischen Meister PSV Eindhoven nach München.
Knapp 55 Millionen Euro, so heißt es, sind seine Dienste dem deutschen Rekordmeister wert, sein Vertrag soll bis 2031 laufen. Am Dienstag soll der Offensivspezialist bereits seinen Medizincheck im Rahmen des Trainingscamps in Basking Ridge/New Jersey absolviert haben. Mithilfe des Münchner Mannschaftsarztes Dr. Jochen Hahne, der zudem Teamarzt der in North Carolina stationierten deutschen Nationalmannschaft ist.
Spieler des Jahres in den Niederlanden
Was den technisch beschlagenen, wendigen, aber auch durchsetzungsstarken Saibari so interessant macht? Seine Flexibilität. Gegen Brasilien (1:1) machte sich der Torschütze als zentraler Stürmer verdient, am häufigsten spielt der 31-malige Nationalspieler (zehn Tore) auf der Zehnerposition, ist aber auch auf den Flügeln einsetzbar.
Nach der vergangenen Saison mit Eindhoven, in der er 15 Tore und acht Assists erzielte, gewann Saibari die Auszeichnung als Spieler des Jahres in der Eredivisie. Dass es mit seiner Karriere eines Tages derart steil bergauf gehen würde, war dabei lange Zeit nicht abzusehen.
Mit dem Fußball begann er in Terrassa in der Nähe von Barcelona. Doch nachdem die Familie aus Spanien nach Belgien umzogen war, schien der Traum vom Profifußball zu platzen. Denn in der Jugend des RSC Anderlecht wurde Saibari aussortiert, aus einem harten Grund: "Sie sagten mir, ich sei zu dick." Dabei habe er "gut gespielt. Ich war in einer guten Phase." Doch einen Tag vor Saisonbeginn war Schluss: "Das tat wirklich weh."
Saibari will mit Marokko weiter beeindrucken
Also landete Saibari 2017 in Genk. Und dürfte dort umso größere Genugtuung verspürt haben, als er später in einem Jugend-Spiel gegen Anderlecht mit seinem Treffer zum Matchwinner aufstieg.
Im Hier und Jetzt aber geht es bei der XXL-Endrunde um das Weiterkommen in der Gruppe C. Der Anfang ist durch den Punkt gegen Brasilien gemacht, doch Saibari sieht beim WM-Vierten von 2022 noch Luft nach oben: "Wir hatten in einem guten Spiel viele Chancen. Es gibt viele Dinge, die uns für die kommenden Spiele helfen."