"Aufruhr von anderem Schlag": Arsenal und Atlético sorgen für Spannung auf ihre Weise

"Aufruhr von anderem Schlag": Arsenal und Atlético sorgen für Spannung auf ihre Weise

Mikel Arteta, der Trainer von Arsenal, erklärte lange nach dem Spielende: "Wir sind alle extrem verärgert", da er meinte, dass ihnen ein Sieg vorenthalten wurde. Die Situation vor dem Rückmatch in London nächsten Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video und Flashscore-Audioreportage) ist solide für die Gunners, könnte jedoch noch günstiger ausfallen.

Zum Match-Center: Atletico Madrid vs. FC Arsenal

In der 78. Minute berührte Atléticos David Hancko den Fuß von Arsenals Eberechi Eze nur leicht, Schiedsrichter Danny Makkelie zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, zog die Entscheidung aber nach Beratung mit dem Videoassistenten zurück. "Wie zur Hölle" das möglich sein könne, fragte Arteta, doch eine Erklärung blieb aus. "Es handelt sich um einen offensichtlichen Strafstoß. Falls es einer ist, verstehe ich nicht, weshalb der VAR hinzugezogen werden muss und man es sich dutzendfach anschauen muss", kommentierte Arteta bei DAZN.

Atletico-Arsenal "forderte die Nerven heraus"

Am Ende teilten sich die Teams den Punkt durch Tore von Viktor Gyökeres (44./Foulelfmeter) für Arsenal und Julian Alvarez (56./Handelfmeter) für Atlético. Das Match, bei dem die Londoner auf den verletzungsbedingten Ausfall von Kai Havertz verzichten mussten, unterschied sich grundlegend vom epischen Aufeinandertreffen zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern am vorherigen Tag.

Nach dem Spektakel im Parc des Princes brachten auch Arsenal und Atlético Unterhaltung, wie die Daily Mail schrieb, allerdings mit anderen Methoden: "Es handelte sich um einen Aufruhr von anderem Schlag. Es war chaotisch und hitzig und lautstark und kompromisslos und erbarmungslos und reich an Streitpunkten. Es forderte die Nerven heraus, allerdings auf eine andere Art."

Für Arsenal geht es in diesen Wochen um viel. In der Premier League droht am Ende des Titelsiegs doch noch die bittere Pleite gegenüber Manchester City, in den Pokalwettbewerben haben die Gunners bereits alles verloren. Sogar in der Champions League ringt Arsenal um ein Saisonausklang mit Trophäe.

Trotz des Frusts in Madrid ermöglicht das Ergebnis des Hinspiels dem Verein, weiterhin auf das erste Champions-League-Finale seit zwei Jahrzehnten zu hoffen. Und möglicherweise ist Kai Havertz dienstags wieder im Kader.