Araujo von Sporting rettet Uruguay vor einer Blamage gegen Saudi Arabien

Araujo von Sporting rettet Uruguay vor einer Blamage gegen Saudi Arabien

"Die erste Hälfte haben wir komplett hergeschenkt. Unsere Leistung entsprach nicht dem, was wir im Training gezeigt hatten", klagte Kapitän Federico Valverde. "Unser Ziel war es, von Anfang an zu siegen. Manchmal ist mehr Geduld nötig, um die eigene Taktik durchzudrücken. In der zweiten Halbzeit steigerten wir uns merklich und das spiegelte sich im Spiel wider. Es hat sich alles gewandelt."

Hier geht es zum Spiel Saudi Arabien gegen Uruguay

In Katar gelang Saudi Arabien ein sensationeller 2:1 Sieg gegen Argentinien, die späteren Weltmeister um Lionel Messi, zu Beginn der WM. Dieses Mal blieb die Sensation jedoch aus. Aufgrund des Unentschiedens führen Uruguay und Saudi Arabien vorläufig gemeinsam die Tabelle der Gruppe H an. Uruguay spielt als nächstes gegen Kap Verde (22. Juni), während Saudi Arabien auf den Europameister Spanien trifft (21. Juni).

Bei dieser Weltmeisterschaft zeigt sich Uruguay mit einem neuen Erscheinungsbild. Die erfahrenen Spieler Luis Suarez und Edinson Cavani (beide 39) sind nicht mehr dabei. An ihrer Stelle sollen Kapitän Federico Valverde (Real Madrid), Manuel Ugarte (Manchester United) und Rodrigo Bentancur (Tottenham Hotspur) das Team anführen. Sie sollen das peinliche Aus in der Vorrunde von 2022 vergessen machen.

Al Amri belohnt den Mut der Saudis

Die Fans Uruguays erwarteten vermutlich offensiven Fußball, doch in der Hitze von Miami gelang es dem Team anfangs nur selten, aus dem Standby Modus zu kommen. Aggressives Pressing? Schnelles Umschalten? Torgelegenheiten? Bis auf einen Kopfball von Federico Vinas (30. Minute) ging von Uruguay lange wenig Gefahr aus. Ohne mitreißende Aktionen auf dem Feld unterhielten sich die Zuschauer auf den Tribünen stattdessen mit "La Ola".

Da der Favorit kaum etwas zeigte, wurden die "Grünen Falken" aus Saudi Arabien zunehmend selbstbewusster und suchten selbst offensive Möglichkeiten. Nach einer Ecke nutzte Al Amri das Durcheinander in Uruguays Abwehr eiskalt aus. Torhüter Fernando Muslera hatte gegen den Abstauber aus kurzer Entfernung keine Abwehrchance.

In der zweiten Halbzeit reagierte Uruguays Trainer Marcelo Bielsa, der respektvoll "El Loco" ("der Verrückte") genannt wird, und brachte neue Akteure, was das Spiel veränderte. Uruguay agierte nun entschlossener, zielgerichteter und erarbeitete sich Chancen. Ugarte (60. Minute) traf den Pfosten, der Druck wuchs stetig, und Maxi Araujo nutzte einen gravierenden Fehler von Torhüter Mohammed Al Owais zum verdienten Ausgleich.