Ancelotti bleibt nach Remis entspannt: 'Eine WM gewinnt man nicht im ersten Spiel'
Wegen Ancelottis Startelf und des schwachen Auftritts in der ersten Halbzeit gab es daheim Kritik. Das müsse man hinnehmen, antwortete der Italiener entspannt. "Die Startelf war bewusst so gewählt." Er glaube auch nicht, "dass sich die Kritik gegen einzelne Spieler richtet, sondern gegen die Mannschaft, die in der ersten Halbzeit schwache Leistungen zeigte." Er ließ aber durchblicken, dass die Aufstellung je nach Gegner variieren kann.
"Normal, dass der Druck hoch ist"
Den schwachen Start erklärte Ancelotti mit der Aufgeregtheit seiner Spieler. Damit müsse sich die Selecao vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag (2.30 Uhr MESZ/ARD und Magenta TV) gegen Haiti befassen. "Es ist ganz normal, dass der Druck groß ist", unterstrich der frühere Erfolgstrainer von Real Madrid, der den Rekordweltmeister nach 24 Jahren zum sechsten Titel führen soll: "Doch auch in dieser Hinsicht werden wir uns Schritt für Schritt steigern."
Ismael Saibari brachte Marokko in der 21. Minute in Front, Vinícius Júnior verhinderte mit einem sehenswerten Solo in der 32. Minute eine Auftaktniederlage. Der Starstürmer trägt die großen Hoffnungen, während Neymar weiterhin verletzt fehlt. Vinícius habe "ein traumhaftes Tor geschossen", pries Ancelotti: "Er ist stets ein gefährlicher Akteur und besitzt alle Fähigkeiten, um eine herausragende WM zu spielen."