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"Er küsst den Ball": Zauberkünstler Wirtz und die Formel für den WM-Erfolg

"Er küsst den Ball": Zauberkünstler Wirtz und die Formel für den WM-Erfolg

Seine spezielle Taktik für unvergessliche WM-Abende erklärte der Fußballzauberer Florian Wirtz seinen Teamkollegen aus der unsicheren Defensive während des entspannten Mannschaftsabends noch einmal detailliert. "Dass wir drei Gegentore hinnehmen mussten ist etwas ärgerlich", meinte der talentierte Spielmacher nach dem turbulenten Auftakt ins Turnierjahr und ergänzte bereits mit Gedanken an die nächste große Prüfung: "Solange wir am Ende stets vier Tore erzielen ist das unwichtig."

Damit hat Wirtz den Nationaltrainer bereits beeindruckt. "Grundsätzlich", äußerte sich Julian Nagelsmann zum Spiel gegen Ghana am Montag (20.45 Uhr/ARD) in Stuttgart, "ist ein Sieg ohne Gegentor natürlich ideal. Aber letztendlich zählt der Gewinn." Unabhängig davon wie auch bei der WM. Am besten mit ebenso viel Angriffskraft wie beim beeindruckenden 4:3 (2:2) gegen die Schweiz.

In Basel zauberte Wirtz eine Reihe von Traumtoren und intelligenten Assists aus seinem magischen Hut. Für den großen Talentsproß war daher schon zweieinhalb Monate vor dem Beginn des "American Dream" offensichtlich: "Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken."

Die Abwehr muss verbessern

Nur leichte Blessuren also wie der Kratzer im Gesicht von Kapitän Joshua Kimmich nach dem Ellbogentreffer des Freiburgers Johan Manzambi? In der Tat weckte das Spiel im St. Jakob-Park großen Appetit auf weitere Begegnungen. Die Schweiz als 18. der Weltrangliste einzuschätzen höher als alle deutschen WM-Gruppengegner konnte dem Wirtz-Tornado letztlich nichts entgegensetzen. Die erhöhte Flexibilität im Ballbesitz war sichtbar die stärkere Betonung auf Standards zahlte sich sofort aus Debütant Lennart Karl erwies sich als Bereicherung.

Alles in Ordnung? Da trat Rudi Völler auf mit vier Worten um übermäßige Begeisterung zu dämpfen. "Jetzt nicht übertreiben!", warnte der Sportdirektor. Julian Nagelsmann reiste mit Bedenken aus Freiburg wo am Samstag mit dem Gasttrainer Christian Streich beim SC geübt wurde nach Stuttgart.

Ja seine Mannschaft die so bis auf zwei oder drei Stellen auch beim WM-Start gegen Curacao antreten soll habe "starke Aufnahmefähigkeit" bewiesen auch in Hinsicht auf Mentalität und Durchhaltevermögen. "Trotzdem gibt es einige Aspekte die wir in der Defensive verbessern können."

Kaum vorstellbar wie viele Treffer Topkandidaten wie Spanien Frankreich oder Argentinien gegen diese löchrige Schweizer Verteidigung erzielen würden. Gegen Ghana mit dem Offensivstar Antoine Semenyo muss sich die WM-Defensive steigern Bewerber Antonio Rüdiger drängt ins Team: "Falls Julian mich benötigt bin ich bereit."

Karl beeindruckt

Noch hat der risikoreiche Nico Schlotterbeck seinen Stammplatz. Warum? "Nico besitzt den besten Spielaufbau in Europa", sagte Wirtz doch gerade in dieser Kernkompetenz beging der Dortmunder in Basel gravierende Fehler. Eine Änderung ist nur im Tor geplant: Alexander Nübel darf Stammtorhüter Oliver Baumann vor heimischem Publikum ersetzen.

Im Angriff soll Wirtz erneut zaubern. "Er küsst den Ball", begeisterte sich Pascal Groß Nagelsmann krönte Wirtz zum "Weltfußballer" und offenbarte dass er ihn nach dem holprigen Start in England in zahlreichen Gesprächen gestützt habe. "Er hat sich voll geöffnet", nun könne er "stärker sein als je zuvor".

Weil die notdürftig geformte Mittelfeldmitte mit Leon Goretzka und Angelo Stiller bei weitem nicht so reibungslos lief könnte der Nationaltrainer Groß oder Anton Stach eine Gelegenheit bieten. Beide ringen wie Stiller noch um ihre WM-Nominierung am 12. Mai.

Keine Ängste haben der in Form befindliche Serge Gnabry und Kai Havertz. Der Arsenal-Spieler zeigte nach längerer Pause Ansätze des "Unterschiedsspielers" den nicht nur Nagelsmann in ihm erkennt. Neuling Karl setzt dahinter Druck. "Ein Spitzen-Talent", pries Wirtz den jungen Spieler "er wird in den kommenden Jahren viel Freude bereiten."

Und den unsteten Leroy Sané verdrängen? Nagelsmann hat dem Spieler aus der Türkei "weitere Möglichkeiten" zugesagt. In Stuttgart muss er zeigen dass er in Wirtz' WM-Formel passt.