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Zusätzliche VAR-Befugnisse: "Nicht das, was wir wollen"

Zusätzliche VAR-Befugnisse: "Nicht das, was wir wollen"

Der VAR-Verantwortliche Jochen Drees hat Bedenken gegen die geplanten Erweiterungen der Zuständigkeiten des Video-Assistenten geäußert. "Das ist nicht das, was wir wollen", erklärte der Leiter für Innovation und Technologie bei der Schiri GmbH des DFB gegenüber der FAZ. "Das widerspricht der bisherigen Entwicklungslinie."

In der Vorwoche wurde bei einer Sitzung des IFAB vorgeschlagen, dass Video-Schiedsrichter zukünftig auch Entscheidungen zu Eckbällen und die zweite Verwarnung bei einer Gelb-Roten Karte prüfen dürfen. Aktuell beschränkt sich die Überprüfung auf Tore, Strafstöße, Rote Karten und mögliche Verwechslungen bei Platzverweisen.

Drees konnte zwar "den Wunsch nach, dass entscheidende Momente wie eine Gelb-Rote Karte überprüft werden, nachvollziehen", betonte er aber: "Man öffnet damit ein neues Gebiet und dringt wieder in den Ermessensspielraum des Schiedsrichters ein". Die Vorschläge seien zudem "nicht ausreichend überlegt", meinte der 55-Jährige: "Wenn die zweite Gelbe prüfbar ist, müsste auch die erste überprüfbar sein".

Bei der Prüfung von Eckbällen würde man wahrscheinlich "eine unnötige Verzögerung erzeugen", die letztendlich "dem Schiedsrichter angelastet" würde, kritisierte Drees. Trotzdem müsse man sich der Entscheidung des IFAB unterwerfen, der nach Drees auch die FIFA-Interessen berücksichtigen müsse.

Die Erweiterung der VAR-Rechte könnte bereits bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli umgesetzt werden. "Die Sorge, dass ein WM-Finale durch einen unrechtmäßigen Eckstoß oder eine falsche Gelb-Rote entschieden wird", sei für die FIFA "ein Horror-Szenario", sagte Drees: "Daher kommen solche Änderungen vor einem WM-Turnier. Man bedenkt aber nicht immer die Auswirkungen auf nationale Ligen mit 18 Spielen pro Wochenende."

Die Pläne werden auf der IFAB-Versammlung am 28. Februar in Wales bestätigt. Für Regeländerungen ist eine 75-Prozent-Mehrheit erforderlich.