"Schlechteste Infrastruktur" - Ceferin mahnt Italien hinsichtlich möglichen Verlusts der EM 2032
Das Event, das in Italien sowie der Türkei geplant ist, "ist vorbereitet und wird durchgeführt", erklärte Ceferin und mahnte: "Ich wünsche mir, dass die Infrastruktur einsatzbereit sein wird. Sonst kann das Turnier nicht in Italien stattfinden." Dabei stellte er die Politik zur Rede. "Vielleicht müssten die italienischen Politiker reflektieren, weshalb Italien zu den Ländern mit der schwächsten Fußballinfrastruktur in Europa zählt", meinte der 58-Jährige.
Bis Oktober muss Italien die fünf Stadien angeben, in denen 2032 die Spiele ablaufen sollen. Elf Städte haben sich beworben: Rom, Florenz, Bologna, Mailand, Genua, Bari, Neapel, Turin, Cagliari und Palermo. Derzeit entspricht lediglich das Stadion von Juventus Turin allen Vorgaben. Neue Bauten oder zu renovierende Arenen dürfen der UEFA nur dann präsentiert werden, falls die Bauarbeiten spätestens im März 2027 starten.
Finanzen und Genehmigungen
Noch gibt es diverse Planungsherausforderungen: Die beiden führenden Mailänder Vereine Inter und AC haben kürzlich das San Siro von der Stadt Mailand übernommen und streben an, bis 2031 eine frische Arena mit 71.500 Sitzplätzen am gleichen Ort zu vollenden. Allerdings prüft die Mailänder Staatsanwaltschaft den Grundstücksverkauf aufgrund von Verdacht auf Absprachen bei der Ausschreibung.
Die Behörden in Rom haben der AS Roma die Zustimmung für den Neubau eines Stadions im Osten der italienischen Metropole erteilt, während das Stadio Artemio Franchi der Fiorentina umgebaut wird. Zudem hat die Stadt Neapel im Vorfeld einen Renovierungsplan mit einem Umfang von 200 Millionen Euro für das Stadio Diego Armando Maradona des SSC Neapel vorgelegt. Dieser sei nach Aussage des Bürgermeisters Gaetano Manfredi "unabhängig von 2032" erforderlich.