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Eintracht Frankfurt: Trainer Riera sorgt für Kontroversen und benötigt dringend einen Erfolg

Eintracht Frankfurt: Trainer Riera sorgt für Kontroversen und benötigt dringend einen Erfolg

Albert Riera kennt die harten Regeln des Fußballsports bestens. "Niemand hat Kredit", erklärt der Eintracht Frankfurt Trainer. "Drei aufeinanderfolgende Niederlagen, und es spielt keine Rolle mehr, ob du im Vorjahr die Champions League geholt hast."

Der Spanier teilt solche Einsichten häufig, überschreitet aber mit manchen Formulierungen bereits jetzt die Grenzen und weckt Erstaunen im Vereinsbereich.

Ein markanter Typ

Nach dem letzten Remis gegen den 1. FC Köln (2:2) sorgten seine ungewöhnlichen Erläuterungen auf der Pressekonferenz für Aufmerksamkeit. Seither steht er im Medienfokus. Ein Triumph am Samstag gegen den abstiegsgefährdeten VfL Wolfsburg (15:30 Uhr) würde dem Betreuer helfen, etwas Gelassenheit zurückzugewinnen.

Als er am 1. Februar in Frankfurt das Ruder übernommen hat, war die Truppe "nicht nur die schwächste in der Bundesliga bezüglich Gegentore, sondern in ganz Europa", hatte Riera nach dem Köln Duell betont. Eine übertriebene Darstellung, die zudem sachlich unzutreffend ist. Der FC Metz aus Frankreich hatte zum selben Zeitpunkt noch einen Treffer mehr hinnehmen müssen.

Bei der Auflistung der Partien, die Frankfurt seit seinem Start nicht siegreich beendet hat, ließ er das 0:0 bei St. Pauli aus. Ein kleiner Versehen, verständlich, doch es passt zum Gesamtbild: So kompetent der Experte auch fachlich ist, mit seiner Neigung zur Selbstdarstellung stößt er auf Widerstand.

Unklare Äußerungen ohne Übersetzer

Auch in Frankfurt verursacht sein Stil gelegentlich Irritationen. Riera nutzt keinen Dolmetscher. Er beherrscht Englisch fließend, spricht jedoch rasch und durch seinen Akzent oft unverständlich. Verbunden mit seiner Art entstehen daraus oft ausführliche Antworten, die den eigentlichen Punkt der Frage verpassen.

Ein Fall: Statt nach dem Köln Spiel die Rolle des Torschützen Jonathan Burkardt zu erörtern, wie gewünscht, driftete sein zweiminütiger Vortrag in eine Schilderung ab, was er bei Eintracht erreichen will. "Wir arbeiten am Fortschritt und am Aufbau. Wir benötigen Zeit", meinte er. Zu Burkardt? "Johnny ist äußerst bedeutsam." Ende.

Trotz seiner persönlichen Merkmale agiert die SGE unter Riera in zwei Pleiten aus acht Begegnungen nunmehr solide. Seine Prägung wird allmählich sichtbar, die früher so vulnerablen Abwehrkräfte hat er weitgehend gefestigt. Gegen Köln führten einige kluge Konzepte im Spielplan dazu, dass sein Team bis zur Schlussphase führte.

Doch der verspätete Ausgleich dämpfte die Laune, sein Verhalten danach lenkte unwillkürlich die Aufmerksamkeit auf ihn vor dem Wolfsburg Match. Riera hat selbst keinen Puffer, das weiß er am besten.