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Eta bleibt vor erstem Bundesliga-Spiel ruhig: "Unser Fokus liegt auf dem Fußball"

Eta bleibt vor erstem Bundesliga-Spiel ruhig: "Unser Fokus liegt auf dem Fußball"

Der Aufruhr um ihre neue Rolle ist Marie-Louise Eta nicht entgangen. Von Bekannten und Verwandten kamen zahlreiche Gratulationen, und ihre Ernennung zur Cheftrainerin bei Union Berlin erregte auch international Aufmerksamkeit in den Medien. Vor ihrem ersten Einsatz in dieser Position gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) konzentriert sich die Pionierin jedoch hauptsächlich auf ihre Hauptpflicht. "Unser Fokus liegt auf dem Fußball", erklärte Eta, "das ist das, was uns jeden Tag beschäftigt. Der Schwerpunkt muss auf dem sein, was auf dem Feld geschieht."

Am Dienstag leitete die 34-Jährige ihr erstes Training mit der Mannschaft in der Nähe der Alten Försterei. Sie spürte dabei "eine tolle Energie, eine positive Atmosphäre und hohe Intensität". Diese positive Haltung soll sich am Samstag auch in ihrem Debüt als Cheftrainerin an der Bande zeigen.

Eine komplette Umstellung des bisher oft etwas einfallslosen offensiven Spiels von Union Berlin ist in der verbleibenden Zeit nicht zu erwarten. Dennoch bringt Eta frische Ideen, Kreativität, neue Anstöße und eine Stimmung des Aufbruchs bis zum Saisonende – danach endet ihre vorläufige Rolle nach aktuellem Stand.

Streben nach Sieg zu Hause

Seit der Winterpause hat Union nur zwei Siege in 14 Partien geholt. Ein Triumph über den Tabellen-17. aus Wolfsburg würde den direkten Abstieg verhindern und die Relegation für den Klassenerhalt deutlich erschweren. Eta möchte der Mannschaft daher "einen deutlichen Plan mitgeben", sagte sie, "im Ballbesitz und in der Defensive. Wir bereiten uns gründlich vor, damit wir am Samstag fit sind und alles geben, um das Heimspiel zu gewinnen."

Ihr Aufstieg zur Cheftrainerin in der männerdominierten Bundesliga ist für Eta bereits ein größerer Erfolg als bloße Punkte. Als erste Co-Trainerin in der Bundesliga seit November 2023 verschiebt sie erneut die Grenzen und könnte den Weg für viele Frauen im Fußball ebnen.

Der Frauen-Bundestrainer Christian Wück sprach von einem "positiven Signal". Nationalspielerin Sjoeke Nüsken nannte die Ernennung "ein starkes Zeichen". Vincent Kompany von Bayern München freute sich "sehr": "Sie kann jungen Mädchen als Vorbild dienen, damit sie erkennen: Ich kann überall trainieren und eine erfolgreiche Laufbahn verfolgen."

Marie-Louise Eta ist sich der Wichtigkeit ihrer Rolle bewusst. Beim Debüt gegen Wolfsburg zählen für sie aber vor allem die drei Punkte.