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Aleksandar Pavlović als neuer Dirigent in München: Die Meisterschaft der Spielführung

Aleksandar Pavlović als neuer Dirigent in München: Die Meisterschaft der Spielführung

Pavlović sieht seine Position im Mittelfeld als mehr als nur das Verteilen von Pässen, es geht um die bewusste Beeinflussung des Spieltakts. "Das Spiel zu lenken bedeutet Ballbesitz zu halten und die Oberhand zu gewinnen", sagt der Nationalspieler und unterstreicht, dass es hauptsächlich um die Balance zwischen Gelassenheit und Geschwindigkeit gehe.

Diese Gelassenheit die ihn zusammen mit Joshua Kimmich so bedeutsam macht scheint fest in seinem Charakter verankert zu sein. Auch unter dem enormen Druck beim deutschen Meister behält Pavlović eine nahezu philosophische Ruhe. Ein Fehlerpass am Anfang eines Matches stört ihn nicht. "Unabhängig davon wer mir gegenübersteht wie beengt der Platz ist oder wie hoch der Druck: Ich fürchte mich nicht", erklärt der in München geborene Spieler. Diese innere Stärke die er als "wunderbare Fähigkeit" beschreibt ermöglicht es ihm den Ball selbst in engen Situationen zu verlangen und das Spiel kühn voranzutreiben.

Ein Schlüssel zu seinem schnellen Fortschritt unter Vincent Kompany ist die verbesserte Verteidigungsfestigkeit. Pavlović räumt ein dass er in diesem Aspekt einen großen Sprung gemacht hat was bei einem Coach der selbst ein "elite Verteidiger" war unvermeidbar sei. Um auf Top Niveau wie in der Champions League zu glänzen scannt er ständig seine Umgebung: "Sogar was hinter mir vor sich geht muss ich im Blick haben das ist ein Basisregel für Mittelfeldspieler."

Goretzka unterstützte die Eingewöhnung

Trotz seines beeindruckenden Aufstiegs bleibt Pavlović ein Lernender im Spiel obwohl er heute seltener zu Vorbildern aufschaut als früher. Er schätzt die Spielverständnis eines Sergio Busquets oder die Präsenz eines Rodri doch sein Schwerpunkt liegt nun auf der Weiterentwicklung selbst. Er fühlt das zunehmende Zutrauen im Team: "Ich spüre mittlerweile dass Teamkollegen mich in schwierigen Momenten gezielt anspielen.

Außerhalb des Rasens denkt Pavlović über seine neue Funktion als Anführer und Vorbild nach. Er betrachtet die Verantwortung als "Ehrung" und hilft jungen Talenten wie Lennart Karl beim Sprung in die Profis ähnlich wie Leon Goretzka es bei ihm getan hat. Die Verbundenheit mit dem Club ist für den Münchner von Geburt an zentral. "Rot und Weiß sind seit meiner Jugend meine Farben", gesteht er. Sein Ziel steht fest: Er will das Trikot des FC Bayern "am längsten möglich" tragen.

Die Perspektive auf die Zukunft ist für den Mittelfeldspieler klar gezeichnet. Die verpasste EM 2024 zu Hause hat er verarbeitet das große nächste Event ist die WM im nächsten Jahr. Dass Nationaltrainer Julian Nagelsmann ihn schon für die Doppelsechs vorsieht freut ihn doch der Fokus bleibt auf der Gegenwart. Pavlović strebt nach großen Erfolgen und Schlüsselmomenten international vielleicht sogar einem Treffer im Champions League Finale. Bis es soweit ist übt er fleißig an sich gemäß seinem Prinzip: "Selbstsicher performen (...) und Fehler sind normal daraus lernt man."