Questo articolo non è disponibile in Italian. Lo stiamo mostrando in German.

Schalke ohne Dzeko: Auch der Rivale bedauert das Ausbleiben des Torgaranten

Schalke ohne Dzeko: Auch der Rivale bedauert das Ausbleiben des Torgaranten

Seit dem Transfer im Winterwechsel avancierte Edin Dzeko zum zentralen Star in der zweiten Bundesliga, und das nicht nur für die Fans, sondern sogar für die Konkurrenzteams. Aus diesem Grund wirkt Florian Kohfeldt etwas bedrückt. "Ich hätte mich sehr gefreut, gegen ihn zu spielen", erklärte der Darmstadt 98 Trainer vor dem Highlightduell am Samstag (20.30 Uhr/Nitro und Sky) mit dem Ligaführer Schalke 04. Der frische Publikumsliebling muss nach der Roten Karte vom letzten Sonntag pausieren, was eigentlich dem Verfolger zugutekommen sollte.

Spielzentrum: SV Darmstadt 98 gegen FC Schalke 04

Allerdings hätte Kohfeldt es vorgezogen, ein "Topduell der derzeit besten Teams der Tabelle in voller Stärke", wie er gegenüber der Hessenschau erwähnte. Dennoch gab er schmunzelnd zu: "Das ist aber vielleicht auch ein bisschen mein kindlicher Blick auf den Fußball und nicht mein analytischer Trainerblick."

Das Ausbleiben des bosnischen Stürmers, der Dienstag seinen 40. Geburtstag beging, stellt "ein Faktor" dar. Es beeinflusst das Spiel der Schalker, jedoch: "Ob das gut oder schlecht ist für uns, das weiß ich nicht."

Schalke bleibt verärgert über die Entscheidung

Man kann annehmen, dass Darmstadt, das mit sieben Siegen in Folge zu Hause kommt, von der Sperre profitieren wird. Schalke hängt nach den ersten acht Partien mit dem prominenten Neuzugang stark von Dzeko ab. Trainer Miron Muslic passte das System vollständig an den Ex Bundesliga Torschützenkönig an. Dzeko markierte bereits sechs Treffer, alle in der Veltins Arena, plus drei Assists. Somit war er an 60 Prozent der 15 Schalke Tore involviert, im Durchschnitt alle 59 Minuten.

Nach dem Platzverweis gegen Hannover 96 verspielte der Tabellenführer die 2:0 Führung und verpasste, sich um fünf Punkte vom Abstiegskampf zu entfernen. Bei einer Pleite in Darmstadt könnte Schalke sogar die Spitze verlieren.

Trotzdem betont Youri Mulder, die Dzeko Abhängigkeit werde "übertrieben". Der Profifußball Direktor fügt hinzu: "wir standen auch ohne Edin oben". Das galt in der Hinrunde, als die Gelsenkirchener einen defensiven Fußball mit Fünferkette betrieben und mit nur 22 Toren in 17 Matches die Führung erkämpften, oft unspektakulär und selten dominant.

Mit Dzeko sowie den Winterneuzugängen Adil Aouchiche, Dejan Ljubicic und Moussa Ndiaye stärkte Sportvorstand Frank Baumann vor allem den Angriff und brachte spielerische Klasse, die Muslic trotz Startproblemen in ein neues Konzept integrierte. Seither bleibt Schalke in sechs Spielen mit 13 Toren und zwölf Zählern siegessicher.

Aktuell muss im Offensive Mittelpunkt der Kader der Hinrunde ran: Genau Moussa Sylla, der im Winter eigentlich nach New York wechseln sollte, was dann doch scheiterte. Der Topscorer der Vorjahressaison (16 Goals) geriet vollends in Dzekos Schatten, kam nur spät zum Einsatz, wenn der Neuling bereits glänzte. Seit 869 Minuten trocken, zuletzt traf er am 24. Oktober gegen Darmstadt. "Irgendwann platzt der Knoten, wenn man hart arbeitet", meinte Torwart Loris Karius am Donnerstag, "warum nicht Samstag?"