Artikel ini tidak tersedia dalam Indonesian. Menampilkannya dalam German.

Kimmich fordert volle Hingabe mit 100 Prozent Keine Rückblicke auf 2022

Kimmich fordert volle Hingabe mit 100 Prozent Keine Rückblicke auf 2022

"Es spielt keine Rolle", erklärte Kimmich umgeben von den zwei WM-Trikots in Herzogenaurach, "den stärksten Kader der Welt zu besitzen – vielmehr das stärkste Team der Welt zu sein." An diesem Grundsatz, so unterstrich der Münchner, "muss jeder mitziehen und alles für die Mannschaft einsetzen". So dass selbst die Weltklasse-Spieler vor dieser DFB-Mannschaft Respekt haben.

Das frische deutsche Teamgefühl hat sie bei der Heim-EM weit gebracht, doch Kimmich denkt vor allem an eine andere, schmerzhafte Turnierlektion. "Selbst der stärkste Kader der Welt bietet keine Sicherheit für Titelgewinne", meinte er und wies auf die WM 2018 hin. "Dort hatten wir den besten Kader und alle wissen, wie es endete." Mit dem ersten Mal Aus in der Vorrunde.

Dieser Misserfolg passierte erneut 2022 in Katar, wo Kimmich mitwirkte. "Die Erfolgsbilanz", räumte er ein, "ist nicht beeindruckend." Deshalb gehört der vierfache Weltmeister beim großen Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nicht zu den absoluten Favoriten. "Aber sobald es beginnt, zählt niemand mehr, was vor vier oder acht Jahren geschah." Stattdessen, wie gut die Truppe, die Bundestrainer Nagelsmann nun formt, auf dem Feld zueinander steht.

Kimmich appellierte an seine Teamkollegen: Bereits den Länderspielen gegen die Schweiz am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Basel und drei Tage später gegen Ghana in Stuttgart (20.45 Uhr/ARD) kommt entscheidende Bedeutung zu. "Ich erwarte, dass jeder sich dem Gesamtziel mit voller Kraft widmet, um vorbereitet zu sein, wenn es ernst wird."

"Alles aufs Spielfeld bringen"

Sein Trainer, so Kimmich, hat dafür einen "klaren Fahrplan – und er versucht, diese Überzeugung in die Mannschaft zu vermitteln". Dass bei diesem Training in der fränkischen Frühlingssonne wichtige Spieler wie Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic sowie Optionen wie Felix Nmecha und Jamie Leweling fehlten, hat den Bundestrainer sicher geärgert.

Und nun haben andere die "Gelegenheit, alles aufs Spielfeld zu bringen", wie Kimmich es nannte. Wie die Münchner Neulinge Jonas Urbig und Lennart Karl, dessen "Scheissegal"-Haltung Kimmich hervorhob.

Karl wurde beim Aufwärmen unter den Blicken des neuen Nagelsmann-Assistenten Alfred Schreuder vom neuen Fitnesscoach Bram Geers angespornt. "Take some risk!", rief der Belgier, wage etwas. Dazu mehrmals "Well done!", also "gut gemacht", und: "The time is right!", die Zeit ist gekommen.

Auch für die DFB-Auswahl im Sommer? Nagelsmann wünscht seiner Truppe für den Versuch, den fünften Stern zu holen, mehr Flexibilität. Wie genau das aussehen soll, wollte Kimmich nicht enthüllen, nur soviel: Es geht um den Ballaufbau – und seine Mutter Anja hätte "Schwierigkeiten, es zu verstehen, wenn ich es ihr erzähle".

Wichtiger sei eh "die Herangehensweise". Der Maßstab, betonte Kimmich, war der aufregende Abschluss der holprigen WM-Qualifikation mit dem 6:0 gegen die Slowakei im November. "Die Anforderung ist", sagte der Kapitän klar, "dass jeder mit Vollgas antritt." Und dann auch auf dem Platz den Treffer landet.