WM Playoffs: Türkei stillt den Wunsch – Gyökeres überragt Lewandowski
Die Besucher feierten ausgelassen das Ende ihrer langen Qual, da eine ganze Generation von Zuschauern bei der WM bisher nur die Rolle des Zuschauers kannte. Kerem Aktürkoglu (57.) von Fenerbahce Istanbul avancierte durch sein Siegtor zum Nationalhelden. Für Kosovo war der 4:3 Erfolg in der Slowakei im Halbfinale bereits eine Überraschung gewesen.
Zum Match Center: Kosovo vs. Türkei
Fisnik Asllani wollte seine Mannschaft in Pristina erstmals zur WM führen. Der Stürmer von Hoffenheim agierte überzeugend und hatte in der ersten Halbzeit die größte Gelegenheit: Sein Schuss aus der Ferne traf die Latte (29.).
Die Türkei, Teilnehmer an den WM Turnieren 1954 und 2002, war mindestens ebenbürtig und setzte auf einen weiteren Glanzmoment von Arda Güler. Der Real Madrid Star hatte das Halbfinale gegen Rumänien (1:0) mit einem brillanten Pass gesichert. Am Ende war es jedoch Aktürkoglu, der den Ball glücklich über die Linie bugsierte.
Schweden qualifiziert sich für die WM – Lewandowski verpasst das Ziel
Die Schweden haben Robert Lewandowskis Hoffnung auf eine dritte WM Beteiligung zunichte gemacht. Die schwedische Nationalmannschaft besiegte Polen in Solna mit 3:2 (1:1) durch ein spätes Tor und sicherte sich so den WM Platz. In der anspruchsvollen Gruppe F wartet Schweden im Sommer auf Spiele gegen die Niederlande, Japan und Tunesien.
Zum Match Center: Schweden vs. Polen
Anthony Elanga von Newcastle United erzielte in Solna ein Traumtor zum 1:0 (19.), sein Teamkollege Yasin Ayari legte mit einer Fersenvorlage ebenso spektakulär vor. Nicola Zalewski (33.) glich für Polen aus. Gustaf Lagerbielke (44.) kopfte das 2:1 herein, Polen konterte durch Karol Swiderski (55.). Der Star Viktor Gyökeres (89.) brachte Schweden letztlich zur WM.
Im schwedischen Kader waren die Bundesliga Spieler Daniel Svensson (Dortmund), Mattias Svanberg (Wolfsburg) und Hugo Larsson (Frankfurt) vertreten. 50000 Zuschauer erhofften sich weitere Treffer von Gyökeres – der Profi von Arsenal hatte im 3:1 Halbfinale gegen die Ukraine alle schwedischen Tore geschossen und wurde auch in Solna zum Helden.
Polen, Achtelfinalist bei der WM 2022 in Katar und vorher im Playoff Sieger gegen Schweden, wehrte sich mit Lewandowski. Die Topstürmer blieben jedoch lange im Hintergrund, da die Verteidigungen sie eng markierten. Letztendlich entschied der bis dato unscheinbare Gyökeres. Für Schweden, Zweiter bei der Heim WM 1958, ist es die 13. Teilnahme.