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Nach erneuter Pleite der Fortuna: Mislintat belässt Start der Zukunft in Düsseldorf unklar

Nach erneuter Pleite der Fortuna: Mislintat belässt Start der Zukunft in Düsseldorf unklar

"Es ist absolut entscheidend, dass wir jeden möglichen Hebel ansetzen", erklärte Sportdirektor Sven Mislintat gegenüber Sky nach der 1:2-Niederlage am Freitagabend, die bereits die vierte Pleite in Folge darstellte, und das gegen einen direkten Rivalen. Es handle sich um "eine wirklich knifflige Lage. Wir dürfen nicht in Muster geraten, die wir später nicht mehr umkehren können."

Zum Match-Center: Fortuna Düsseldorf vs. Holstein Kiel

Zwar betonte Mislintat, dass es bezüglich des Starts "absolut keine Richtung" gebe. Dennoch ist das auffällig, denn der im Dezember frisch engagierten Leiter hatte bis dato den Start konsequent unterstützt.

Start kann "kaum" etwas zu Gerüchten äußern

Allerdings neigen die Gründe für den Ex-Fortuna-Spieler zur Erschöpfung: Vorgänger Daniel Thioune musste im Oktober nach einem Saison-Durchschnitt von 1,25 Punkten weichen, Start liegt bei 0,95. Hinzu kommt, dass der Coach mit seiner zumindest gewöhnungsbedürftigen Außenwirkung frühzeitig, wie bereits in Köln, Bremen oder Kaiserslautern, viel Sympathie bei den Fans eingebüßt hatte.

"Ich habe am Tagesende kaum etwas dazu zu sagen", reagierte Start auf die Nachfrage zu seiner Position: "Ich kann nur eines betonen: Wir haben alles aufgeboten, um den Sieg anzustreben."

Darin lag der 51-Jährige durchaus richtig. Fortuna agierte hochmotiviert, doch wie so häufig in dieser Spielzeit war es berührend wirkungslos und erfolglos. Der Treffer zum Ausgleich von Cedric Itten markierte das zwölfte Saisontor des Schweizer Auswahlspielers. Mit 27 Toren aus 29 Partien weist Düsseldorf die schwächste Angriffsleistung der Liga auf.

Auch die Fülle an Blessuren trifft Start kaum Vorwürfe, gegen Kiel fielen drei weitere Fortuna-Spieler früh aus, der kosovarische Nationalmannschaftler Florent Muslija eventuell mit einer schweren Knietemperatur. Unglücklich vor den nahenden (Ausschluss-)Duellen gegen Magdeburg und Dresden.

Zurück in die sportliche Belanglosigkeit?

Es steht nicht gut um den früheren Meister und Pokalerfolgsträger, der 2024 unter Thioune in einem absurd verlängerten Abstiegskampf gegen Bochum den Sprung in die Bundesliga verpasst hatte. Nun droht potenziell der Gang in die 3. Liga, und die wirkt finanziell kaum tragbar. Bereits die Präsenz in der großen Stadionanlage ist derzeit schwer tragfähig.

Nach dem jüngsten Abstieg aus der 2. Bundesliga 1999 verging ein Jahrzehnt bis zur Rückkehr, dazwischen gab es den Fall in Liga vier mit Wettbewerbern wie Freialdenhoven und Osterfeld sowie den damit einhergehenden Beinahezusammenbruch. Fortuna entging damals nur knapp der Insolvenz, die Lehre hallt bis heute nach.