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Blatter warnt Fans vor USA-Reisen zur Weltmeisterschaft

Blatter warnt Fans vor USA-Reisen zur Weltmeisterschaft

Der ehemalige FIFA-Präsident Joseph S. Blatter empfiehlt Fußballanhängern aus Sicherheitsgründen, im Sommer nicht in die USA zur Weltmeisterschaft zu reisen. "Für die Fans gibt es nur einen Tipp: Meidet die USA", postete der Schweizer am Montag auf X. Er stimmt dem Korruptionsbekämpfer Mark Pieth zu, der von 2011 bis 2013 den Vorstand einer FIFA-Kommission für gute Verbandsführung leitete, und teilt dessen Zweifel an dieser Weltmeisterschaft.

Der Schweizer Pieth äußerte sich kürzlich in einem Gespräch mit dem Tagesanzeiger ähnlich. "Im Fernsehen seht ihr es eh besser", erklärte der 72-Jährige nach seiner Mahnung, die USA im Sommer zu umgehen: "Bei der Einreise riskieren Fans, dass sie bei Unmut der Beamten sofort in den nächsten Flug nach Hause verfrachtet werden. Wenn sie Pech haben." Andernfalls drohe eine Deportation nach Mittelamerika. "Das sind die Tatsachen. Am wenigsten Schlimmes ist, wenn die Beamten euer Handy auseinanderbauen und prüfen, ob ihr etwas Kritik an Trump gepostet habt."

Pieth beleuchtete die politische Situation im Land. Die "Ausgrenzung von Oppositionellen" oder "die Übergriffe durch Einwanderungsämter" sprechen klar dagegen, als Fan dorthin zu fahren. "Die USA ähneln in Sicherheitsfragen Mexiko. In Mexiko sind es Kartelle mit Drohungen, in den USA ein zunehmend autoritärer Staat", kommentierte Pieth zum Mitveranstalter des Turniers vom 11. Juni bis 19. Juli.

Bei einer stark kritisierten Abschiebung unregelmäßiger Migranten in der US-Metropole Minneapolis schossen Grenzschutzbeamte am Samstag erneut auf eine Person. Die deutsche Regierung rät Reisenden am Montag zu besonderer Vorsicht.

Blatter trat 2015 nach mehreren Skandalen als FIFA-Chef zurück. In den letzten Jahren attackierte er seinen Nachfolger Gianni Infantino mehrmals heftig.