Zweiter Triumph der Saison: Mainz besiegt Heidenheim im Abstiegskampf

Zweiter Triumph der Saison: Mainz besiegt Heidenheim im Abstiegskampf

Das lange Warten ist vorbei: Nach viereinhalb Monaten seit dem letzten Erfolg in der Bundesliga hat Mainz 05 das Duell gegen den 1. FC Heidenheim am Dienstagabend mit 2:1 (1:0) für sich entschieden und den Tabellenletztenposten aufgegeben. Es handelte sich um den ersten Ligasieg unter dem neuen Coach Urs Fischer, der im frühen Dezember Bo Henriksen abgelöst hatte.

Für die Rheinhessen trafen Kapitän Silvan Widmer in der 30. Minute und Nadiem Amiri kurz nach der Pause in der 49. Minute, um die dringend benötigten drei Punkte zu sichern. 'Ein extrem wichtiger Erfolg genau zum richtigen Zeitpunkt gegen einen direkten Rivalen da unten', kommentierte Mainzer Sportdirektor Niko Bungert bei Sky. 'Wir haben es diesmal durchgehalten. Ob es elegant war oder verdient, das ist uns momentan herzlich egal.'

Der Anschlusstreffer von Stefan Schimmer in der 60. Minute reichte Heidenheim nicht aus. Mit der elften Niederlage der Saison schließt der Verein aus der Ostalb die Hinrunde als Tabellenletzter ab, da die Tordifferenz schlechter ist als die der punktgleichen Mainzer. 'Wir kennen das schon aus dem Vorjahr, da waren wir auch mal abgeschlagen auf dem letzten Platz', meinte Heidenheims Mittelfeldspieler Niklas Dorsch. 'Jetzt müssen wir uns nur noch fester zusammenschließen.'

Nach dem leichtsinnigen Verlust der Führung am Wochenende bei Union Berlin, wo Mainz nach 2:0 noch 2:2 spielte, hatte Fischer vor dem Spiel gegen den Konkurrenten Heidenheim ein 'harter Kampf' erwartet, bei dem der Platz eine Rolle spielen würde. Der Schweizer bezeichnete das Match als Endspiel.

Der Trainer lag richtig: Zu Beginn gingen beide Mannschaften vorsichtig vor, um Fehler zu vermeiden. Es gab wenige Chancen. Der Fernschuss von Mainzer Nikolas Veratschnig aus 30 Metern in der 8. Minute war das Highlight der Startphase.

In dem ausgeglichenen Spiel voller Zweikämpfe baute Mainz, das ohne den kranken Stürmer Benedict Hollerbach auskommen musste, zunehmend Ballbesitz auf, doch Heidenheim kam plötzlich zu einer Gelegenheit: Benedikt Gimber scheiterte an Torwart Daniel Batz in der 28. Minute. Bald darauf gab Heidenheims Keeper Diant Ramaj den Ball direkt an Jae-sung Lee ab, Widmer nutzte das für sein Volleytor. Bis zur Halbzeitpause konnte Heidenheim den Rückstand nicht ausgleichen.

Die zweite Hälfte startete dramatisch: Heidenheim räumte den Ball nicht weg, Amiri traf nach gutem Pass von Phillip Tietz. Die Mainzer zeigten, dass sie die Führung nicht wieder verspielen wollten: Armindo Sieb in der 52. und Widmer in der 53. Minute verpassten weitere Tore.

Aus dem Nichts reduzierte der frisch eingewechselte Stefan Schimmer nach einem Konter die Freude der Heimatmannschaft spürbar. In der nur mit 24.500 Zuschauern halb gefüllten Mainzer Arena wurde es spannend, Heidenheim hatte weitere Gelegenheiten. Die Nullfünfer wirkten nervös und zogen sich defensiv zurück. Ein abgelenkter Schuss von Arijon Ibrahimovic traf in der 86. Minute die Latte.