Zion Suzuki: "Buffons japanischer Erbe" hat große Ziele mit den Samurai Blue
Wenn Zion Suzuki an seine Kindheit denkt, leuchten seine Augen. "Meine früheste Erinnerung ist, dass ich den Ball immer und immer wieder gestoppt habe", erzählt der 23-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht, "und dass ich daran irgendwie meinen Spaß hatte". Das hat er bis heute - sei es als "japanischer Erbe" der italienischen Torhüter-Legende Gianluigi Buffon in Parma oder als Rückhalt der "Blauen Samurai" bei der WM.
Denn bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada bringt der junge Keeper derzeit seine Gegner reihenweise zur Verzweiflung. Dass Japan in einer Gruppe mit den Niederlanden (2:2), Tunesien (0:4) und Schweden (1:1) ungeschlagen ins Sechzehntelfinale marschierte, ist zu einem großen Teil auch sein Verdienst. In der K.o.-Runde wartet mit Brasilien um Starstürmer Vinicius Junior am Montag (19.00 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und in der Flashscore-Audioreportage) eine riesige Herausforderung.
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Auf den Spuren von Gigi Buffon
Doch damit kennt Suzuki sich aus. Als Sohn eines Ghanaers und einer Japanerin wurde er in Newark, New Jersey, geboren, seine ersten fußballerischen Schritte machte er aber in der Heimat seiner Mutter. Nach einer Station beim belgischen Klub Sint-Truidense wagte er den Sprung in die italienische Serie A zu Parma Calcio - wo einst der große "Gigi" Buffon seine Weltkarriere begann und sie 2023 auch beendete.
Die Nachfolge des Weltmeisters von 2006 anzutreten, sei "eine große Sache", schrieb die spanische Zeitung AS nach seinem Wechsel 2024 über "Buffons japanischen Erben". Doch der Youngster setzte sich als Stammkeeper durch und ist mittlerweile auch in der Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken.
Dass er einmal für Japan auflaufen werde und nicht für sein Geburtsland oder die Heimat seines Vaters, war Suzuki schon früh klar. Seine japanische Seite sei stärker, antwortete er einmal auf die Frage, ob er ein Weltbürger sei. Dort sei er aufgewachsen, dort spiele er Fußball. Und hat dabei die höchsten Ansprüche an sich selbst.
Große Ziele
"Ich will einer der besten Torhüter der Welt werden", Champions-League-Sieger gar, zitierte der Guardian Suzuki. Vielleicht, räumte er ein, klinge das "unrealistisch, wie etwas aus einem Anime". In den japanischen Zeichentrickfilmen und -serien sind der Fantasie meist keine Grenzen gesetzt. Wer weiß schon, ob sein ambitionierter Weg ihn nicht schon früher als gedacht auf den WM-Thron führt?
Das Finale findet am 19. Juli im MetLife Stadium in New Jersey statt - unweit des Ortes, an dem die Geschichte Suzukis vor etwas mehr als 23 Jahren begann.