Wut im Bernabéu: Vinicius unter Beschuss der Vorwürfe
Nachdem Vinicius Júnior die "Wut des Bernabéu" hinter sich gebracht hatte, eilte sein Trainer ihm sofort zur Hilfe. "Was Vinicius seit seiner Kindheit hier erreicht hat, ist von wenigen in der Real-Madrid-Geschichte übertroffen worden", erklärte Álvaro Arbeloa, nachdem die verärgerten Fans der Königlichen den Brasilianer bei vielen Ballberührungen im 2:0-Sieg (0:0) gegen UD Levante am Ende einer stürmischen Woche ausgepfiffen hatten.
Im ersten Heimspiel mit dem Nachfolger des gefeuerten Xabi Alonso ließen die Supporter ihre Enttäuschung heraus. Sie buhten ihre Stars während des Aufwärmens und nach einer schwachen ersten Halbzeit aus, wobei neben Jude Bellingham vor allem Vinicius die volle Breitseite abbekam. "Das Bernabéu hat ihn verehrt, doch nun lassen sie ihm nichts mehr durchgehen", kommentierte die Marca, und durch den Erfolg habe Real zumindest "die Wut des Bernabéu" gemeistert.
Vinicius soll ein angespanntes Verhältnis zu Alonso gehabt haben. Arbeloa, der mit Real in seinem ersten Pokalspiel beim Zweitligisten Albacete Balompié (2:3) eine Blamage hinnehmen musste, stand zu seinem Spieler. "Er ist mutig, hat Persönlichkeit und hat diesen Klub mit allen Kräften geschützt", meinte der Trainer, der 25-Jährige werde für Real noch "zahlreiche Titel holen, genau wie er es schon getan hat".
Nach Berichten spanischer Medien verlangten Teile der Fans auch den Rücktritt des Präsidenten Florentino Pérez. Arbeloa zeigte Verständnis für den allgemeinen Frust der Anhänger. Diese hätten "jeden Grund, ihre Missbilligung gegenüber allen Spielern, dem Team und besonders mir zum Ausdruck zu bringen". Er sei überzeugt, "dass die Buhrufe allen galten", sagte der 43-Jährige, der am Dienstag in der Champions League gegen AS Monaco das nächste Heimspiel bestreiten muss.