Wück wegen vieler Knieverletzungen im Frauenfußball besorgt
Der Bundestrainer Christian Wück äußert Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Anzahl von Kreuzbandrissen im Frauenfußball. "Das ist ein wichtiges Thema, bei dem wir uns Gedanken machen müssen, um die Ursachen zu ergründen. Ob es sich um ein spezifisches Problem im Frauenfußball handelt oder um Folgen einer Überlastung." Kürzlich im deutschen Kader betroffen waren Giovanna Hoffmann und Lena Oberdorf, während Bibiane Schulze Solano nach mehr als einem Jahr Pause aufgrund ihres Kreuzbandrisses zum nächsten Lehrgang ins Team zurückkehrt.
Es betrifft nicht nur die DFB-Mannschaft, betonte der 52-Jährige bei der Pressekonferenz zur Kadernominierung für die Halbfinals der Nations League: "Auch die Französinnen und Mannschaften aus anderen Ländern kämpfen mit denselben Herausforderungen. Wir sollten uns insgesamt überlegen, wie wir das medizinisch effektiver bewältigen können." Der lange Ausfall von Hoffmann, die bei der EM in der K.o.-Phase eingesetzt wurde, trifft seine Elf hart.
Aktuell sorgt auch das Knie der Stammtorhüterin Ann-Katrin Berger für Unruhe beim Bundestrainer, da sie die Begegnungen gegen Frankreich am 24. Oktober (17.45 Uhr/ARD) in Düsseldorf und am 28. Oktober (21.10 Uhr/ZDF) in Caen verpassen musste. Bei Berger lautet "die erste Einschätzung, dass kein Kreuzbandriss vorliegt und es sich um eine vorübergehende Pause handelt", erläuterte Wück. In den USA sind jedoch "weitere detaillierte Untersuchungen geplant".
Er wünscht sich, "dass sie im potenziellen Finale oder im Spiel um den dritten oder vierten Platz wieder einsatzbereit ist, dann können wir weitersehen". Diese Matches finden Ende November und Anfang Dezember statt.