WM Kracher gegen die USA: Australien setzt auf Eigenverantwortung in sozialen Medien

WM Kracher gegen die USA: Australien setzt auf Eigenverantwortung in sozialen Medien

Wenn Australien am Freitag in Seattle auf die USA trifft, ist die Spannung groß. Beide Teams starteten mit Siegen (gegen die Türkei beziehungsweise Paraguay) in das Turnier, was die heimischen Erwartungen jeweils erhöht hat. Aus den USA kamen bereits die ersten kritischen Stimmen: Mehrere US Experten, darunter der ehemalige Innenverteidiger Alexi Lalas, hatten die Australier schon vor dem Turnier abgeschrieben und sie als "in jeder Hinsicht durchschnittliches Team" bezeichnet.

Cotrainer Foxe sieht jedoch keinen Anlass, seine Mannschaft vor solchen äußeren Einflüssen zu schützen. "Wir können sie nicht ständig behüten. Sie sind eigenständige Persönlichkeiten, und wir wollen, dass sie das auch bleiben", sagte der ehemalige Nationalspieler am Montag vor Journalisten. "Soziale Medien gehören heute einfach dazu. Die Jungs bekommen die Kommentare und die Berichterstattung natürlich mit. Aber wir konzentrieren uns nur auf uns selbst. Sie sind alt und reif genug, um das richtig einzuordnen."

Hintergrund: Australien, das in seiner WM Geschichte noch nie über das Achtelfinale hinauskam, hatte mit einem souveränen 2:0 gegen die Türkei einen Traumstart. Die Tore erzielten der Offensivwirbelwind Nestory Irankunda und Connor Metcalfe.

Extramotivation durch Kritiker

Wie gut das Team mit Provokationen umgehen kann, zeigte sich bereits vor dem Auftakt. Angreifer Irankunda verriet, dass Aussagen von Hakan Çalhanoğlu, dem Kapitän der Türkei, der behauptet hatte, sein Team sei talentierter als die Socceroos, als zusätzlicher Ansporn dienten. "Das hat einige Jungs schon geärgert. Aber am Ende des Tages können die reden, was sie wollen, das ist uns eigentlich egal", so Irankunda unbeeindruckt.

Torschütze Metcalfe unterstrich, dass die Mannschaft von Cheftrainer Tony Popovic mit "viel Energie und großem Selbstvertrauen" in die Partie gegen die USA gehen werde.

Warnendes Beispiel aus der Vergangenheit

Trotz der Euphorie mahnte Cotrainer Foxe zur Wachsamkeit und erinnerte an die WM 2022 in Katar. Damals besiegte Saudi Arabien sensationell den späteren Weltmeister Argentinien, schied jedoch am Ende in der Gruppenphase aus.

"Der Sieg gegen die Türkei war fantastisch und unvergesslich. Genießt diesen Augenblick", sagte Foxe zu den Spielern. "Aber jetzt ist das vorbei. Ab sofort zählt nur noch das Spiel gegen die USA."

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