WM-Hoffnung Bisseck: Vielseitigkeit als Vorteil
Yann Bisseck, Bewerber um einen WM-Platz, hält seine Anpassungsfähigkeit für einen starken Punkt im Wettstreit um die Aufstellung in der deutschen Nationalelf. "Etwas Abwechslung ist nie verkehrt", erklärte der Spieler von Inter Mailand gegenüber kicker und unterstrich: "Das bringt Vorteile und hilft einem beim Weiterkommen als Fußballer. In den letzten anderthalb Jahren habe ich viel hinzugewonnen, auf menschlicher Ebene und taktisch gesehen."
Seine Kernposition ist die des Zentralverteidigers. Er ist einsetzbar in einer Verteidigung mit drei oder vier Spielern und wird bei seinem Verein auch auf den beiden defensiven Flügelpositionen verwendet.
Für die deutsche Auswahl hat er seit seinem ersten Einsatz im Rückspiel des Viertelfinals der Nations League vor einem Jahr gegen Italien (3:3) aufgrund einer Verletzung nicht mehr gespielt. Die Verbindung zu Nagelsmann sei jedoch "nicht unterbrochen", teilte er mit, und die WM sei sein "großer Wunsch".
Am Donnerstag verkündet Nagelsmann die Mannschaft für die ersten beiden Testspiele im WM-Jahr gegen die Schweiz (27.3.) und Ghana (30.3.) – ist Bisseck dabei? "Ich gebe täglich mein Bestes, um der beste Spieler zu werden, der in mir steckt", meinte Bisseck, der es als "Ehre" ansieht, für den DFB aufzulaufen.
Außer seiner Anpassungsfähigkeit sieht der 25-Jährige noch einen Pluspunkt. Mit seiner Größe, so der 1,96 m messende Bisseck, könne er "bei Eckbällen eine Bedrohung darstellen. Mein eigentlicher Auftrag ist es, Gegentore zu verhindern", erklärte er, "aber hin und wieder selbst eines zu erzielen, ist natürlich auch gut." Bei Inter hat der aus Köln stammende Spieler in 96 Partien sieben Tore erzielt.