WM-Bilanz des DFB: 9,4 Millionen Miese – DFB-Team entscheidet über Stabilität

WM-Bilanz des DFB: 9,4 Millionen Miese – DFB-Team entscheidet über Stabilität

"Ich habe die Aufgabe, so zu planen, dass auch im schlechten Falle niemand in Panik ausbrechen muss", sagte Grunwald im kicker: "Sportliche Prämien hätte es erst ab dem Achtelfinale gegeben. Ins Plus wären wir erst ab dem Finale gekommen. Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro, wobei wir das Ist-Ergebnis aus Abrechnungsgründen final erst im Herbst benennen können."

Die Trennung von Bundestrainer Julian Nagelsmann und seinen Assistenten (angeblich 6,8 Millionen Euro an Abfindungen) als Folge des blamablen Scheiterns gegen Paraguay ist in dem dicken Minus allerdings noch nicht einkalkuliert: "In dieser Rechnung sind Sondereffekte nicht inkludiert, also Abfindungen für unsere bisherigen Trainer oder mögliche Ablösen für neue", erläuterte Grunwald.

DFB-Team entscheidet über wirtschaftliche Stabilität

In seine Kalkulationen muss Grunwald nun noch das Gehalt für den designierten neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, sein Team sowie mögliche Ablösen einbeziehen. Ins Minus soll der Verbandsetat dennoch nicht rutschen. "Unsere Hochrechnung nach der Sommerpause wird zeigen, wie sich der Trainerwechsel auswirkt", äußerte Grunwald: "Der Gesamthaushalt ist auf ein Break-Even ausgelegt, da wir im Verband die Möglichkeit haben, Projekte bei Bedarf herunterzufahren bzw. zu skalieren."

Trotz dieser Variabilität ist der neue Bundestrainer auch mit Blick auf die Finanzen gefordert. Schließlich hängen die Einnahmen durch Sponsorengelder vom Erfolg der Nationalmannschaft ab. "Die wirtschaftliche Stabilität des DFB ist und bleibt davon abhängig, ob die Herren-Nationalmannschaft sportlich erfolgreich ist" sagte Grunwald: "Wir müssen jetzt kurzfristig sicherstellen und den Fokus darauf lenken, dass wir wieder sportlich erfolgreich werden. Dass uns das gelingt, darauf vertrauen die Fans, aber natürlich auch unsere Partner."