Wildes Ende: Chukwuemeka sichert BVB einen Punkt
Borussia Dortmund hat in einer wilden Endphase zumindest einen Punkt zum Jahresstart geholt, doch der FC Bayern erhält dadurch eine weitere Chance, davonzuziehen. Der Zweite der Tabelle rettete durch ein Tor in der Nachspielzeit von Carney Chukwuemeka (90.+6) beim Wiederanpfiff der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt ein 3:3 (1:1). Der Spitzenreiter aus München könnte sich vor der Saisonmitte nun einen Vorsprung von zehn Punkten erarbeiten.
Maximilian Beier (10.) erzielte das erste Tor des neuen Jahres und Felix Nmecha (68.) brachte Dortmund erneut in Führung, doch insgesamt spielte der BVB zu zurückhaltend. Für die Eintracht trafen Can Uzun (22., Elfmeter), der in Frankfurt geborene Younes Ebnoutalib (71.) und Mahmoud Dahoud (90.+2).
"Gut ist, dass wir nicht verloren haben. Aber so ein Spiel zu kontrollieren ist nicht ideal", meinte Nmecha bei Sky: "Wir hatten starke Momente, doch als Borussia Dortmund wollen wir siegen."
Der Abstand zu Bayern könnte auf elf Punkte wachsen, falls der Meister am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) zu Hause gegen Wolfsburg siegt. Für Eintracht ist der Punkt hilfreich im Rennen um Europa, obwohl der Siebte den Zugang zur Spitze verfehlte.
Kovac forderte von seinem Team volle Einsatzbereitschaft ab Kickoff, um die starke Position zu halten. "Um 20.30 Uhr muss der Motor sofort laufen", hatte er betont: "Wir möchten Punkte holen und oben bleiben." Torwart Gregor Kobel stand nach einer frühen Abreise aus dem Trainingscamp in Marbella wegen Krankheit wieder im Tor.
Unter regnerischem, aber schneefreiem Wetter lieferte Dortmund das erste Highlight. Ein präziser Steilpass von Nico Schlotterbeck erreichte Julian Ryerson, der präzise vorsetzte und Beier am nahen Pfosten zum Abschluss brachte. Die Eintracht konterte und drängte nach vorn, Uzuns Schuss prallte bei Kobel ab (17.).
Die Dortmunder halfen durch Serhou Guirassy der Eintracht ins Match. Der Angreifer traf nach einem Einwurf den Kapitän Robin Koch am Knie, Uzun nutzte den Strafstoß sicher. Das Spiel wurde intensiver, beide Seiten kämpften hart in den Duellen und blockierten sich gegenseitig vor dem Tor.
Dortmund hatte Mühe, den Winterpause-Rost in der Offensive abzuschütteln. Die größte Gelegenheit nach dem Ausgleich kam aus einem Freistoß, doch Santos parierte Schlotterbecks Kopfball gekonnt (40.).
Die Eintracht startete die zweite Hälfte energischer, aber Dortmund verpasste die Chance zur Führung. Daniel Svensson bekam einen abgefälschten Pass vor die Füße, war jedoch überrumpelt und schoss übers Tor (52.). Es wechselte nun das Momentum, Knauff zog nach einem Konter über Ebnoutalib auf die kurze Seite, Kobel wehrte ab (54.).
Dortmund schuf bessere Gelegenheiten, Nmechas Fernschuss zur Führung war jedoch glückliche Fügung. Arthur Theate klärte den Ball vor Nmecha, Hugo Larsson lenkte den Schuss unhaltbar für Santos ab. Fast sofort konterte der eingewechselte Neuling Arnaud Kalimuendo mit Ebnoutalib, der ruhig vor Kobel traf. In der Schlussphase häuften sich die Actionmomente.