"Wie 1990": Matthäus prophezeit DFB Kantersieg gegen Curacao

"Wie 1990": Matthäus prophezeit DFB Kantersieg gegen Curacao

Am 14. Juni beginnt die DFB Auswahl in Houston gegen den Außenseiter Curacao das große Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (vom 11. Juni bis 19. Juli). Die weiteren Gegner in der Gruppe sind die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) am 20. Juni in Toronto sowie Ecuador am 25. Juni in East Rutherford.

Mit einer "starken Vorstellung und einem deutlichen Erfolg" gegen Curacao könne das deutsche Team "sogleich gute Laune verbreiten und die Anhänger begeistern", erklärte Matthäus: "Vielleicht sogar ähnlich wie 1990, als uns ein 4:1 gegen das starke Jugoslawien gelang. Dieser Sieg gab uns damals großen Auftrieb auf dem Weg zum Titel."

Konfliktpotenzial durch Rüdiger und Nübel Neuer Verhältnis

Beim WM Testspiel am Samstag (20.30 Uhr MESZ/RTL) in Chicago gegen die USA erwartet Matthäus von Bundestrainer Julian Nagelsmann, "dass wir mindestens zu 90 oder 95 Prozent" die gleiche deutsche Mannschaft sehen wie beim WM Start gegen Curacao. Gegen den "klaren Außenseiter" müsse dann "unbedingt unsere Startelf auflaufen, damit sie für die härteren Partien danach eingespielt ist. Allerdings wohl offensiver ausgerichtet als gegen stärkere Gegner."

Matthäus sieht zudem Konfliktrisiken im deutschen Aufgebot. "Man sollte Antonio Rüdiger erwähnen, der mehrfach für Schlagzeilen gesorgt hat, die unnötig sind und die keiner lesen möchte. Er muss sich bei der WM vollkommen unter Kontrolle haben", so Matthäus.

Die Berufung von Alexander Nübel als dritten Keeper habe ihn überrascht. "Der dritte Torwart sollte normalerweise für absolute Harmonie sorgen", sagte Matthäus. Rückkehrer Manuel Neuer und Nübel "mögen sich nicht, das war nach dem DFB Pokalfinale zu sehen und ist schon länger bekannt." Auch Nagelsmann sei bewusst, dass die beiden harte Konkurrenten sind und nicht unbedingt ein Doppelzimmer teilen sollten: "Dieses Problem wird die Mannschaft begleiten, einfach weil es so ist. Alle müssen darauf achten."